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Koſlſchule, der ſo ſeltſame Fragen an uns richtete, als wir noch junge Mädchen waren ... Seit jener Zeit habe ich mich auch ſtets gefragt, warum es nicht geiſtliche Damen gebe, um die Mädchen Beichte zu hören.. da ich jedoch, ohne geiſtliche Dame zu ſein, Weib bin,“ fügte die Mar⸗ quiſe abermals lächelnd bei, „ſo kann ich wohl einige Fragen wagen, welche ganz nach dem Geſchmack unſeres lüſternen Beichtvaters geweſen wären . Nun denn, ſage mir . . . und erröthe nicht . . . Dein Mann hat Dich aus Liebe geheirathet?“
„Ach! ja.“
„Willſt Du wohl über eine ſo reizende Erinnerung nicht ſeufzen?“
„Ah! Magdalena. . . je trauriger die Gegenwart iſt, deſto mehr ſchmerzen gewiſſe Erinnerungen.“
„Die Gegenwart, die Zukunft werden ſein, was Du willſt, vaß ſie ſein ſollen „ doch antworte mir: nicht wahr, während der zwei oder drei erſten Jahren Eurer Ghe habt Ihr Euch noch als Geliebte geliebt? Du verſtehſt mich?“
Die junge Frau ſchlug erröthend die Augen nieder.
„Dann hat allmälig ... ohne daß ſich darum Eure Zuneigung verminderte, dieſe leidenſchaftliche Zärtlich⸗ keit einem ruhigeren Gefühle Platz gemacht, dem Cure Liebe für Eure Kinder einen ſüßen Reiz verlieh . doch die zwei Geliebten waren nur noch zwei durch die theuer⸗ ſten und heiligſten Gefühle vereinigte Freunde „ ſſt es nicht ſo?“
„Das iſt wahr, Magdalena, und zuweilen beklage ich es, vaß dieſe Tage erſter Jugend und Liebe vorüber ſind; doch ich habe mir dieſes Beklagen zum Vorwurf gemacht, indem ich mir ſage, ſie ſeien vielleicht unverträg⸗ 2 mit den ernſten Pflichten, welche die Mutterſchaft auf⸗ erlege.“
Arme Sophie! . . . Aber ſage mir, dieſe Erkaltung oder vielmehr Eure Verwandlung von Gellebten in


