207
verlaſſen, wohin ich dann lange nicht mehr zurückkomme. Wasich verſpreche, halte ich.“ Nachdem Magdalena dieſe Zeilen geſchrieben, über⸗ gab ſie Pascal das Papier und ſagte zu dem Notar:
„Verzeihen Sie, mein Herr, es handelt ſich um eine Bevingung in Betreff der Urkunde, die ich gern Herrn Pascal unterwerfen möchte.“
„Vortrefflich, Frau Margquiſe,“ erwiederte der Notar ſich verbeugend, während der Geldmann las.
Kaum hatte dieſer geleſen, als er mit bebender Stimme und als drängte es ihn, einer großen Geſahr zu entgehen
zu dem Notar ſagte: „Die Urkunde, mein Herr, die Urkunde . machen
wir ein Ende „Ich will ſie Ihnen zuerſt vorleſen erwiederte der Notar.
Und er zog die urkunde aus ſeiner Mappe und ent⸗
faltete ſie langſam. Doch Herr Pascal riß ſie heftig aus ſeinen Händen
und ſprach, als wäre ſein Geſicht getrübt:
Wo ſoll ich unterzeichnen?“ „Hier, mein Herr, und zuvor die Schrift genehmi⸗
gen.“ doch es iſt üblich, zu. Herr Pascal ſchrieb mit einer krampfhaften, zittern⸗
den Hand die Genehmigung der Schrift, unterzeichnete, warf die Feder auf den Tiſch und neigte das Haupt, um dem Blick von Magdalena nicht mehr zu begegnen
„Es fehlt noch ein Handzug hier,“ ſagte der ängſt⸗
liche Notar.
Pascal machte den Zug; der Notar nahm die Ur⸗ kunde und warf einen erſtaunten, beinahe ängſtlichen Blick vdarauf, ſo finſter war der Ausvruck des leichenbleichen
Geſichtes von Pascal. Immer kaltblütig, nahm die Marquiſe ihren Credit⸗ brief, der auf dem Bureau liegen geblieben war, und
ſagte zu dem Geldmann⸗ „Da ich alle meine Fonds zu meiner Reiſe nth
7


