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„Hören Sie,“ ſprach die Marquiſe „unwillkührlich beklage ich Sie, mein armer Herr Pascal, wenn ich an Ihren neidiſchen Grimm, an Ihre unbändige Eiferſucht bei der unabläſſigen Anſchauung des Glückes von Antonine denke, denn Sie werden uns beinahe jeden Tag, vft auch bei Nacht ſehen; ja, die Jahreszeit iſt ſchön, der Mond⸗ ſchein reizend, und ſehr oft werden Sie ſpät am Abend, im Schatten verborgen, den Blick glühend auf meine Woh⸗
nung geheftet, bald Antonine und mich erſchauen, wenn
wir, auf unſern Balcon gelehnt, die Kühle des Abends genießen und, ich geſtehe es Ihnen, über Herrn Pascal lachen, der ohne Zweifel hinter einem Laden ſteht und uns mit den Augen verſchlingt: bald werden Antonine und Franz an ihrem Fenſter im Mondſchein von Liebe ſprechen, während ich und mein zukünftiger Mann eben ſo köſtlich unter Ihren Augen beſchäftigt ſind.“
„Fluch!“ rief Pascal außer ſich „ſie martert mich auf glühenden Kohlen!“ 3
„Und das iſt noch nicht Alles fuhr die Marguiſe mit leiſer, beinahe bebender Stimme fort, „zu einer vor⸗ gerückten Stunde werden Sie unſere Fenſter ſich ſchließen, unſere Vorhänge diseret über den ſo ſanften und der Wol⸗ luſt der Nacht ſo günſtigen Schimmer der Alabaſterlampe gezogen ſehen..“ Dann lachte die Marquiſe laut und fügte bel: „Sehen Sie, mein armer Herr Pascal, ich wäre auch nicht erſtaunt, wenn Sie aus Verzweiflung und Wuth wahnſinnig würden oder ſich die Hirnſchale zer⸗ ſchmetterten.“
„Wenigſtens nicht, ohne mich gerächt zu haben,“ murmelte Pascal von einem furchtbaren Schwindel er⸗ griffen.
Und er ſtürzte nach ſeinem Bureau, in dem eine ge⸗ ladene Piſtole lag.
Doch Magdalena, welche wußte, daß von einem ſol⸗ chen Menſchen Alles für ſie zu befürchten war, hatte ich, Schritt für Schritt vorrückend und Pascal beſtändig unter ihrem Blick haltend, allmälig dem Kamin genähert; bei


