Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 4. Abtheilung, Die Unkeuschheit : vier Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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unwiverſtehlicher, unſeliger Jauber wird Sie zu Ihrer fortwährenden Qual zurückhalten. . . Mein Anblick wird Ihre Marter bilden, und Sie werden meinen Anblick auf⸗ ſuchen.. . So oft Sie meinen Blicken begegnen, und Sie werden denſelben oft begegnen, empfangen Sie einen Dolchſtoß ins Herz, und dennoch werden Sie hinter Ihren liegend nach dem geringſten von meinen Blicken pähen.

Während ſie ſo ſprach, that Magdalena einen Schritt gegen Pascal, den ſie keichend, bezaubert, unter ihren ſtar⸗ ren, glühenden Blicken hielt, von denen er die ſeinigen nicht losmachen konnte.

Magdalena fuhr fort:

Das iſt noch nicht Alles.. da dieſe Wohnung ge⸗ räumig iſt, ſo wird Antonine ſogleich nach ihrer Verhei⸗ rathung mit Franz bei mir wohnen.., mein armer Herr Pascal, ich weiß in der That nicht, was aus Ihnen dann werden ſoll.

Oh! dieſe Frau. iſt hölliſch, murmelte der Geldmann.

Denken Sie ſich alſo die Qualen aller Art, die Sie auszuſtehen haben werden. Sie mußten ſehr in Antonine verliebt ſein, daß ſie das gute Kind heirathen wollten. Sie mußten ſehr in mich verliebt ſein, daß Sie Ihr Ver⸗

mögen zu meinen Füßen legten. Nun denn! Sie werden

nicht nur eine grauſame Marter erdulden, wenn Sie An⸗ dere die zwei Frauen befitzen ſehen, nach denen Sie ſo wahnſinnig verlangen (denn ich bin Witwe und habe große Luſt, mich wiederzuverheirathen), ſondern Sie werden auch Ihre ungeheuren Reichthümer verfluchen, denn jeder Augen⸗ blick des Tags wird Ihnen ſagen, ſie ſeien ohnmächtig ge weſen, ſie werden ſtets ohnmächtig ſein, Ihre glühendſten Wünſche zu befriedigen.

Laſſen Sie mich! ſtammelte Pascal, indem er Lvor Magdalena, vie ihn ſtets unter ihrem Blick hielt, zurück⸗ wich.Laſſen Sie mich! Oh! dieſe Frau iſt alſo ein Dämon!