„Welche Frage? verlaſſen Sie Ihren Erzherzog. .. geben Sie mir den Pfandſchilling, und ich bezahle Ihnen von Hand zu Hand die Million in Anweiſungen auf den Staatsſchatz. Ich laſſe bei meinem Notar eine Urkunde für die hunderttauſend Lievres Leibrente ausfertigen, und wenn der Vater Pasral zufrieden iſt, ſo hat es hiebei nicht ſein Bewenden.“
Der Geldmann ſprach die Wahrheit; er machte ſeine Anerbietungen aufrichtig, der wachſende Eindruck, den er beim Anblick von Magdalena empfand, der Stolz, einem Prinzen ſeine Gellebte zu entreißen, di⸗ Eitelkeit, ſie vor den Augen von ganz Paris mit großem Glanz zu umge⸗ ben und den Neid Aller zu erregen; endlich die abſcheu⸗ liche Hoffnung, die Marquiſe durch die Macht des Geldes dazu zu bringen, daß ſie Antonine Franz entreiße. .. Alles rechtfertigte. in ſeiner Schmählichkeit, wie in ſeiner Herr⸗ lichkeit das Anerbieten von Pascal gegen Magdalena.
Die Marquiſe, die in dieſem Anerbieten den Grad des Einfluſſes erkannte, den ſie auf Pascal ausübte, freute ſich hierüber, und um noch mehr die Aufrichtigkeit dieſes Anerbietens zu erproben, ſprach ſie, ſcheinbar zögernd:
„Mein Herr, dieſer Antrag iſt allerdings über mei⸗ nem Verdienſt; aber . .
„Funfzigtauſend Llores Leibrente mehr, und ein reizendes Landhaus,“ rief Pascal. „Das iſt mein letztes Wort, Marquiſe!“
„Hören Sie das meine,“ erwiederte Magdalena, während ſie aufſtand und auf den Geldmann einen Blick warf, der ihn zurückwelchen machte.
„Hören Sie mich wohl: Sie ſind gemein, habgierig; Ihr Antrag beweiſt mir alſo, welchen Eindruck ich auf Sie hervorgebracht habe.“
„Wenn mein Anerbieten nicht genügt!“ rief pe Pascal die Hände faltend, „ſprechen Sie, und
„Schweigen Sie, ich bedarf Ihres Geldes nicht.“
„Mein Vermögen, wenn es ſein muß. „Schauen Sie mich wohl an, Herr W und


