Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 4. Abtheilung, Die Unkeuschheit : vier Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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wenn Sie je im Stande waren, einer ehrlichen Frau ins Geſicht zu ſehen und auf ihrer Stirne die Wahrheit zu leſen, ſo werden Sie bemerken, daß ich wahr ſpreche. Würden Sie Ihr ganzes Vermögen hier zu meinen Füßen le⸗ gen, der Ekel und die Verachtung, die Sie mir einflößen, blieben, was Sie ſind.

Schmettern Sie mich nieder, laſſen Sie mich Ihnen aber ſagen. . .

Schweigen Sie . . es war mir genehm, Sie ei⸗ nen Augenblick glauben zu laſſen, ich ſei die Geliebte des Prinzen, einmal, weil ich mich nichts um die Achtung eines Menſchen Ihrer Art bekümmeite und dann, weil Sie das in Ihren unverſchämten Anerbietungen er⸗ muthigte.

Aber warum haben Sie denn ..

Schweigen Sie . ich mußte wiſſen, welchen Grad von Einfluß ich auf Sie ausübe; ich weiß es nun und werde davon Gebrauch machen ..

Oh! nichts kann mir lieber ſein, wenn Sie wollten

Ich bin aus zwei Gründen hieher gekommen; ein⸗ mal, um den Betrag dieſes Creditbriefs zu erheben .

Sogleich, doch ..

Sodann kam ich, um dem ſchändlichen Mißbrauch ein Ziel zu ſetzen, den Sie von einem Dienſt machten, welchen Sie ſcheinbar edelmüthig dem Mann meiner be⸗ ſten Freundin, Herrn Charles Dutertre, geleiſtet

Sie kennen die Dutertre ah! ich ſehe die

alle .

Alle Mittel ſind gut, um boshafte Weſen zu fan⸗ gen . Sie ſind gefangen.

Oh! noch nicht, rief Pascal, der vor Wuth und Verzweiftung mit den Zähnen knirſchte, denn die gebiete⸗ riſche Schönheit von Magdalena ſieigerte, noch mehr er⸗ hoͤht durch die Belebtheit ihrer Sprache, ſeine Leiden⸗

ſchaft bis zum Schwindel;Sie triumphiren vielleicht

zu früh, Madame. Die ſieben Tobſünden. 1v. Abth. 14