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nicht gerade für ein Roſenmädchen im Puncte der Finan⸗ zen gelte, ſo werde ich doch dafür angeſehen, daß ich ei⸗ nen gewiſſen Wohlſtand beſitze, nicht wahr?“
„Man hält Sie für außerordentlich reich, mein Herr.“
„Man hielt mich ſür das, was ich bin, ich will es Ihnen beweiſen: eine Million baares Geld für die Koſten der Einrichtung .. hundert tauſend Livres Leibrente, ei⸗ nen Brautſchmuck, wie alle Erzherzöge Deutſchlands mit einander nicht einen bezahlen könnten, wenn ſie ihre Sparkaſſen ſtürzen würden, und dabei noch die Koſten der Haushaltung. Was ſagen Sie hiezu?“
Magdalena, welche Anfangs nicht ganz begriff, ſchaute Pascal mit ſehr erſtaunter Miene an; er aber fuhr fort:
„Dieſe Freigebigkeit verwirrt Sie oder Sie glauben vielleicht nicht daran . Das kommt Ihnen ſtark vor „ich will Ihnen beweiſen, daß ich mir dieſe Laune erlauben kann. Hier iſt ein kleines Schreibebuch, das wie nichts ausſieht,“ und er nahm es aus einer der Schubladen ſeines Bureau; „das iſt meine Bilanz „ und ohne ſehr ſtark in den Finanzen zu ſein, können Sie ſehen, daß ſich mein Inventar dieſes Jahr auf ſieben und zwanzig Millionen fünfmal hundert und ſechzig tau⸗ ſend Franken belauft. Nehmen Sie nun an, meine Laune koſte mich in runder Summe drei Millionen, ſo bleiben mir noch vier und zwanzig kleine Milliönchen, die mir ſo umgetrieben, wie ich ſie umtreibe, immerhin eine Rente von ungefähr fünfzehnmal hundert tauſend Livres eintra⸗ gen, und da ich mit fünfzig bis ſechzig tauſend Franken jährlich vortrefflich lebe, ſo bekomme ich, einzig und allein mit meiner Rente, in drei Jahren die drei Millionen für meine Laune wieder. Ich ſage Ihnen das, Frau Mar⸗ quiſe, weil man beſonders bei den Launen rechnen und beweiſen muß, das man halten kann, was man verſpricht. Geſtehen Sie nun, daß der gute Pascal wohl ſo viel werth iſt, als ein Erzherzog?“
„Dieſes Anerbieten machen Sie alſo mir, mein Herr?“


