wie Sie, in Paris mit einer ſolchen Erbärmlichkeit an⸗ fangen? Ha! ha! ha! vierzig tauſend Franken. nur ein deutſcher Erzherzog iſt einer ſolchen Großmuth fähig!“
Magdalena hatte Anfangs Herrn Pascal angehört, ohne ihn zu verſtehen. Bald aber begriff ſie ihn: er hielt ſie für die Geliebte des Prinzen, die von ſeinen Frei⸗ gebigkeiten lebe.
Ein Strom von Röthe ſtieg plötzlich in das Geſicht von Magdalena empor . Ein Augenblick der Ueberle⸗ gung beruhigte ſie jedoch, und ſie wußte ſogar, in Rück⸗ ſicht auf ihre Pläne, Herrn Pascal Dank für dieſe Ver⸗ muthung; ſie ſagte auch mit einem Halblächeln:
6 „Mein Herr, Sie lieben den Prinzen offenbar nicht . .“
„Ich verabſcheue ihn!“ rief frecher Weiſe Herr Pas⸗ cal, ermuthigt durch das Lächeln der Marquiſe und im Glauben, er thue einen Meiſterſtreich, wenn er die Dinge ganz ungeſtüm angreife.
„Ich haſſe ihn, den verfluchten Prinzen, denn er beſitzt einen Schatz von unberechenbarem Werth, den ich um den Preis aller meiner Schätze entreißen möchte.“
Hiebei warf Pascal einen entflammten Blick auf Magdalena, und dieſe erwiederte:
„Einen Schatz? ich hielt den Prinzen nicht für ſo reich .. da er zu Ihnen, mein Herr, wegen eines Anlehens ſeine Zuflucht nahm.“
„Ei! Madame,“ ſagte Pascal mit leiſer, bebender Stimme, „dieſer Schatz find Sie .. .“
„Ah! Sie ſchmeicheln mir, mein Herr.“
„Hören Sie mich an, Medame,“ ſprach Pascal, nachdem er einen Augenblick geſchwiegen hatte, „gehen wir gerade auf die Sache los, das iſt die gute Methode. Sie ſind eine Frau von Geiſt, ich bin nicht dumm, wir werden uns verſtändigen.“
„Worüber, mein Herr?“ „Ich will es Ihnen ſagen. Wenn ich im Ausland


