lich, zuckte die Achſeln und erwiederte, während er auf die Freitreppe zuſchritt:
„Ich gehe. zum Erzherzog.“
Der Herr Schweizer kannte ſeine Leute, er konnte ſich nicht denken, dieſer Mann im Sommerpaletot und mit der Halsbinde à la Colin habe wirklich eine Audienz beim Prinzen und wage es, bei ihm in einer ſo unver⸗ ſchämt vernachläßigten Kleidung zu erſcheinen, denn alle Perſonen, welche die Ehre halten, im Palaſt empfangen zu werden, waren gewohnlich ſchwarz gekleidet; der Herr Schweizer hielt ihn auch für einen ungezogenen oder ver⸗ wirrten Lieferanten, folgte ihm und ſagte mit lauter Stimme:
„Mein Herr, die Kaufleute, die S. K. H. kommen läßt, dürfen ſich nicht der großen Treppe bedienen .. dort, rechts, iſt die Thüre für Lieferanten und Geſinde, dort müſſen Sie hinein.“
Herr Pascal liebte die unnützen Worte nicht, er zuckte abermals die Achſeln und ging weiter nach ver Freitreppe, ohne dem Schweizer zu antworten.
Außer ſich über dieſes Stillſchweigen und dieſe Hals⸗ ſtarrigkeit ergriff der Schweizer Herrn Pascal nun am Arm und rief die Stimme erhebend:
„Ich ſage Ihnen ſoch einmal, mein Herr, hier vürfen Sie nicht eintreten.“
„Was ſoll das heißen, Burſche?“ rief Herr Pascal mit einer Miſchung von Erftaunen und Lorn, als käme ihm das Attentat des Schweizers eben ſo vermeſſen, als unbe⸗ greiflich vor, „weißt Du, mit wem Du ſprichſt?“
Es lag in dieſen Worten, — in ihrem Ton ein Aus⸗ druck ſo drohender Autorität, daß der arme Schweizer, einer Augenblick erſchrocken, ſtammeite:
„Mein Herr.. . ich ich. weiß nicht. . .“
Die große Thüre des Vorhauſes wurde nun unge⸗ ſtüm geöffnet; einer von den Adjutanten des Prinzen, der von einem Fenſter des Dlenſtzimmers aus den Streit
zwiſchen dem Schweizer und dem Beſuche ſich hatte er⸗


