Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 3. Abtheilung, Der Zorn (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Sie wenigſtens den Brief, den ich Herrn Onefime über⸗ geben habe, vorleſen hören.

Ich habe Ihnen ſchon geſagt, Legofſin, es iſt für mich eine Pflicht, mich in den Willen meines Vaters zu fügen . . . Herr Oneſime, ich höre.

Der junge Mann entſiegelte den Umſchlag, den ihm Legoffin eingehändigt hatte. Der Brief, den Cloarek ſeiner Tochter ſchrieb, war von einem alſo abgefaßten Billet begleitet:

Ich bitte Sie, mein lieber Oneſime, Sabine bei⸗ folgenden Brief vorzuleſen; es iſt ein letzter Beweis der Achtung und Zuneigung, den ich Ihnen zu geben wünſche.

Möchte dieſe aufrichtige Erzählung, geſchrieben von einem verzweifelnden Vater und geleſen von einer befreun⸗ deten Stimme meiner Tochter zu Herzen gehen.

Ihr wohlgewogener Bvon Clvarek.

Nachdem Oneſime Sabine von dieſem Billet in Kennt⸗ niß geſetzt hatte, fragte er ſie, b er zu leſen anfangen könnte.

Das Mädchen antwortete durch ein bejahendes Zei⸗ chen mit dem Kopf, qun der junge Mann las, wie folgt:

An meine Tochter.

Das Verhängniß will es; ich muß mich für immer von Dir trennen, mein Kind; denn nun vermöchteſt Du meinen Anblick nicht zu ertragen.

Ein unvorhergeſehener Vorfall hat Dich das furcht⸗ bare Geheimniß entdecken laſſen.

Ja, der Mann in der ſeltſamen Tracht, der in Dei⸗ nem Gedächtniß als der Mörder Deiner Mutter geblieben iſt, war ich.

Der Korſar, deſſen Abenteuer Dir ſo viel Schrecken, ſo viel Abſcheu einflößten, war ich.

Deine Mutter war mit einem anderen Kind in der Hoffnung wir bekamen einen heftigen Streit ..