Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 3. Abtheilung, Der Zorn (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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pläne für uns entworfen worden, doch nach dem, was vorgefallen, nach dem, was Sie wiſſen und erfahren haben, werde ich Sie hoffentlich nicht überraſchen, wenn ich Ihnen ſage, daß mein Leben nicht mehr dieſer Welt angehören darf.

Großer Gott! mein Fräuleln, rief Oneſime,was ſagen Sie da!

Ich bin entſchloſſen, mich in ein Kloſter zurückzu⸗ ziehen, wo ich meine Tage zu beſchließen wünſche.

Hneſime ſprach kein Wort, ſein Haupt neigte ſich auf ſeine Bruſt, die Thränen erſtickten ihn.

Mein Fräulein .. nein nein. das iſt un⸗ möglich, rief Suſanne weinend,nein, Sie werden ſich nicht ſo lebendig begraben.

Mein Entſchluß iſt gefaßt! antwortete Sabine mit feſtem Ton;doch dünkt Dir dieſer Aufenthalt nicht zu traurig, meine gute Suſanne, ſo würde es mich glücklich machen, wenn Du mich begleiten wollteſt.

Nie werde ich mich von Ihnen trennen können, mein Fräulein, Sie wiſſen das wohl. doch Sie wer⸗ den das nicht thun. Sie werden nicht.

Suſanne, unterbrach Sabine die Haushälterin, ſeit zwei Tagen habe ich über den Entſchluß, den ich faſſen ſollte, nachgevacht, es bleibt mir kein anderer und er iſt unwiverruflich.

Und Ihr Vater, mein Fräulein, ſagte Legoffin, ehe Sie ſich von ihm für immer trennen, (Legoffin legte einen beſondern Nachdruck auf das Wort für immer), werden Sie ihn wenigſtens noch einmal ſehen?

Sabine ſchien einem eben ſo grauſamen, als heftigen Streit in ihrem Innern preisgegeben, dann antwortete ſie mit bebender Stimme:

Nein .. Somit, ſprach Legofſin,ſomit ſind Sie von die⸗ ſem Tag an todt.. für ihn 1. und er iſt todt für Sie! Die ſieben Todſünden. 1. Abth. 14