Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 3. Abtheilung, Der Zorn (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Das Mädchen fuhr fort:

Suſanne, Du haſt mich bei meiner Geburt ge⸗ ſechen⸗. Du biſt dann durch Deine Ergebenheit und durch Deine theilnehmende Sorge die Freundin meiner Mutter geweſen; im Namen dieſer Freundſchaft beſchwöre ich Dich, mir zu ſagen, ob mich die Erinnerungen aus mei⸗ ner Kindheit nicht täuſchten, ob mein Vater gekleidet, wie ich ihn vorgeſtern geſehen. nicht. nicht .. den Tod meiner Mutter verurſacht hat?

Ach! mein Fräulein ..

Im Namen des heiligen und geſegneten Andenkens meiner Mutter ſage mir die Wahrheit, Suſanne.

Die Wahrheit iſt, mein Fräulein antwortete die Haushälterin mit zitternder Stimme. ..die Wahrheit iſt, daß Ihre Mutter nach einer heftigen Scene, welche ſie mit dem Herrn gehabt hatte, ſtarb, aber ..

Genug, meine gute Suſanne, unterbrach ſie Sa⸗ bine; und ſie fuhr mit ihrer Hand über ihre glühende Stirne und ſchwieg einen Augenblick.

Ein trauriges Stillſchweigen, das Niemand zu ſlören

wagte.

Das Mädchen ſprach weiter:

Legoffin, Sie find der Diener, der würdige Diener meines Großvaters geweſen, Sie haben meinen Vater in den erſten Tagen ſeines Lebens geſehen . Sie waren ihm jeder Zeit und unter allen umſtänden blind ergeben: iſt es wahr, daß mein Vater, ſtatt, wie er ſagte, Han⸗ delsgeſchäfte zu betreiben, Korſar war und unter dem Namen des Kapitän lEndurci die Meere befuhr?

Ja, mein Fräulein, es iſt wahr, antwortete Le⸗ goffin ein Schluchzen unterdrückend.

Nach einem neuen Stillſchweigen fuhr Sabine

ort:

Herr Oneſime, ich bin es mir ſelbſt, ich bin es Ihnen ſchuldig, Sie mit meinem Entſchluß bekannt zu machen In einer glücklicheren Zeit ſind Verbindungs⸗