Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 3. Abtheilung, Der Zorn (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Ach! ja, und zwar auf Ihre Koſten, mein armer alter Freund und ich ſpottete über Ihre Wunden, während ſie von Ihrem großen Muth und von Ihrer Er⸗ gebenheit für unſern Herrn zeugen!

Und nicht ohne Rührung erinnerte ſich Suſanne, mit welcher geduldigen Verſchwiegenheit der Geſchützmeiſter des Korſaren ſo lange die Spöttereien ertragen hatte, mit denen ſie ihn in Beziehung auf ſeine vermeintliche Ungeſchicklichkeit überhäufte, die ihm bald den Verluſt von zwei Fingern, bald den eines Auges zugezogen.

Nun! Suſanne, fuhr er fort,ſelen Sie unbeſorgt, ich will Ihrem Neffen den Puls fühlen, ſein facies prüfen wie unſer Oberwundarzt ſagt, und finde ich, daß unſer braver Junge im Stande iſt, aufzuſtehen und auf eine Stunde in das Zimmer hinabzugehen, wo er Fräulein Sabine finden wird, ſo. .. Ah! doch nein! doch nein! einen Augenblick Geduld, ſagte Legoffin, während er mit ſtarker Hand Oneſime zurückhielt, der bei dem Namen Sabine aus ſeinem Bett ſpringen wollte,erlauben Sie, ich habe meine ärztliche Unterſuchung noch nicht beendigt; machen Sie mir das Vergnügen, ruhig zu bleiben, oder ich nehme meinen Brief mit und ſchließe Sie hier ein.

Onefime ſeufzte, ſchwieg und hielt mit einer keuchen⸗ den Ungeduld die ſorgfältige Prüfungen von Legoffin aus, der ſich mit Hülfe der Lampe, welche Suſanne nahe an das Bett hielt, verſicherte, daß der junge Mann wirklich, ohne Be⸗ ſchwerde, eine Stunde aufbleiben könnte.

Aber, Legoffin, ſagte Dame Robert, immer noch beſorgt,Sie ſtehen mir wenigſtens dafür, daß keine Gefahr dabei iſt?

Keine vertrauen Sie auf mich.

Warum läßt ſich vieſe Unterredung nicht verſchieben?

Warum? erwiederte der Geſchützmeiſter mit tlef bewegter Stimme.Ah! ſehen Sie, weil unfern von hier Einer iſt, der die Stunden, die Minuten zählt.

Was ſagen Sie? rief Suſanne,ſprechen Sie von Herrn Cloarek?