Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 3. Abtheilung, Der Zorn (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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haben meine Mutter getödtet! ich hörte ſie unbeſtimmt, während ich mich ſterben fichlte. Oh! das iſt gräßlich! Welch eine furchtbare Entdeckung,! welche Thränen! welche Verzweiflung für die Zukunft! Er, ein ſo zärtlicher Bater, ſie, eine ſo liebevolle Tochter . . zwiſchen ihnen, und für immer eine Kluft. Oh! mein Gott! Sie haben Recht, man bedarf des Muthes, um elne ſolche Offenbarung auszuhalten . . und Fräulein Sabine, wle iſt es ſeitdem mit ihr gegangen?

Das unglückliche Kind ſchwebte, wie ich Dir geſagt habe, zwei Tage zwiſchen Leben und Tod.

Und Herr Cloarek?

Ach! man weiß nichts von ihm. man ſagt, als er gehört, wie ihm ſeine Tochter den Tod ihrer Mutter vorgeworfen, habe er einen gewaltigen Schrei ausgeſtoßen, ſei wie ein Wahnſinniger entflohen, und man hat ihn nicht wieder geſehen. . .

Oh! wie viel Unglück! mein Gott! wie viel Un⸗ glück! Aber wie iſt Herr Cloarek von dieſem Angriff unterrichtet worden? und woher rührt der Haß dieſer Engländer gegen ihn?

Sie ſind, wie man erzählt, ſchon auf mehrere Punk⸗ ten der Küſte auf dieſe Art gelandet, haben einige verein⸗ zelte Flecken verwüſtet und ſich dann wieder auf ihre Schiffe begeben; ſie hofften ſich der Perſon von Herrn Cloarek zu bemächtigen, der unter dem Namen Kapitän l'Endurci der engliſchen Marine den größten Schaden zufügt.

Herr Cloarek, er, Korſar! . wie hat er dieſe Laufbahn der Kämpfe und Grfahren ergriffen? warum in vieſer Hinſicht das Geheimniß ſeiner Tochter gegenüber?

Ich weiß es leben ſo wenig als Du, mein Freund, ſeit jenem gräßlichen Abend, iſt er, wie geſagt, nicht wieder erſchienen; die Leute von ſeinem Schiff, an deren Spitze er gekommen war, und worunter ſich Legoffin befand, haben die Engländer, die ſie nicht getödtet, als Gefangene mitgenommen. Als ich mich vom erſten Schrecken erholt