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„Gnade!. Gnade!““ Er ſtreckte die Hand aus, be⸗ fahl durch dieſe Geberde, inne zu halten, und fragte mich mit drohendem Ton: „„Wo iſt der Kapitän l'En⸗ durci?““
„Der Kapitän 1 Endurci“ wiederholte Oneſime, indem er Suſanne mit dem höchſten Erſtaunen anſchaute, „der Korſar, von deſſen Flucht wir noch vor einigen Tagen laſen? Warum verlangte man hier, mitten unter einem ſo unglücklichen Ereigniß nach ihm? Und überdies waren dieſe Menſchen Engländer, deſſen erinnere ich mich nun.“
„Sogleich werde ich Dir mittheilen, was ich über vieſen Gegenſtand weiß, mein Freund. Ich ſagte Dir alſo, der Mann, der den Arm in der Binde trug und der Anführer zu ſein ſchien, habe mich gefragt, wo der Kapitän I'Endurei ſei. Ich warf mich ihm zu Füßen und rief: „„Dieſes Haus, mein Herr, gehört Herrn Clo⸗ arek, er iſt abweſend. Hier iſt ſeine Tochter, haben Sie Mitleid mit ihr!““
„Seine Tochter!““ rief dieſer Menſch, in ein wil⸗ des Gelächter ausbrechend; „„das iſt ſeine Tochter; ah! deſto beſſer.. Und Du,““ ſagte er zu mir, „„Du biſt ſeine Frau?““
„Nein, mein Herr, ich bin die Haushälterin.““
„„Ah! das iſt ſeine Tochter!““ wiederholte er. Und er näherte ſich der armen Sabine, deren Muth mit der Ge⸗ fahr zu wachſen ſchien. Die Hände über ihre Bruſt ge⸗ kreuzt wie eine Heilige, ſchaute ſie ſtolz den Anführer der Banditen an, der ſie fragte:
„Wo iſt Dein Vater?““
„Gott ſei Dank! fern von hier antwortete das muthige Kind.
„„Dein Vater iſt geſtern angekommen; er befand ſich noch vor Kurzem in dieſem Hauſe? Wo iſt er, wo iſt er?““ ſchrie der Elende, ſie bedrohend. Sabine blieb ſtumm. Mit einem gräßlichen Lächeln fuhr er fort:
„Ich habe Deinen Vater verfehlt, doch dadurch, daß ich Dich mitnehme, werde ich ihn bekommen.. Du


