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Nach einigen Augenblicken ſtrahlender Betrachtung ſetzte ſie ſich wieder und fuhr immer mit halber Stimme fort:
„Die liebe Kleine . . ſie ſchläft den Schlaf der Engel . .. Oh! meine gute Suſanne, mit einem Gatten wie Yron, mit einer Tochter wie die meinige, was kann ich auf der Welt wünſchen, wenn nicht ein wenig mehr Geſundheit, um mein zweites Kind ſtillen zu können! denn wiſſen Sie, Suſanne, ich beneide Sie ſehr, daß Sie halb die Mutter meiner kleinen Sabine geweſen ſind... Nun, wenn ich mich nur muthig benehme, ſo wird mir nichts fehlen . . . Wohlverſtanden,“ fügte ſie mit einem halben Lächeln bei, „ich ſpreche jetzt nur der Erinnerung wegen von dem ſchlimmen Kopf und dem heftigen Charakter des lieben Pvon, deſſen Ungeſtüm mir oft ſo viele Beſorgniſſe verurſacht hat. Zum Glück ſcheint ſich ſein aufbrauſendes Weſen ſeit einiger Zeit zu mildern . Armer Freund, wie vft bin ich Zeuge ſeiner Anſtrengung geweſen, um vas zu beſiegen, was bei ihm nicht ein Laſter, ſondern Temperament iſt, denn ein Laſter hätte er durch die Ener⸗ gie ſeines Charakters bewältigt . .. Nun finde ich ihn, Gott ſey Dank, viel ruhiger.“
„Allerdings, Madame,“ erwiederte Suſanne immer „allerdings iſt der Herr jetzt minder aufbrau⸗ end
„Und wenn ich bedenke, daß er gegen mich ſtets ſo ſanft, ſo gut geweſen iſt,“ fuhr Jenny voll Rührung fort, „daß ich nie für ihn der Gegenſtand oder der Vorwand des furchtbaren Aufbrauſens war, dem ich ihn mit ſo großem Schrecken aus anderen urſachen ſich überlaſſen ſah, eines Aufbrauſens, das häufig für ihn ſehr traurige Fol⸗ gen gehabt hat!“
„Arme, liebe Madame, man miüßte ein Wahnfinniger ſeyn, um Ihnen gegenüber in Zorn zu gerathen; das Lamm des guten Gottes iſt, wie man zu ſagen pflegt, nicht ſanfter als Sie.“
„Durcheus nicht, ungeſchickte Schmeichlerin,“ erwie⸗


