Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 3. Abtheilung, Der Zorn (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Hut auf einen Stuhl, ſchloß dann ſehr ernſt die ſchönſte von den Lacherinnen in ſeine langen Arme, und küßte fie trotz ihres Geſchreis und ihres verzweifelten Widerſtands auf ihre prallen Wangen. Sehr zufrieden mit dieſem Vorſpiel, ſchickte er ſich zu einer Wiederholung an, als ihn Dame Robert bei einem Flügel ſeines Ueberrocks zu⸗ rückzog und ihm ganz entrüſtet zurief:

Legoffin! Legoffin! Sie ſind in der That von einer Frechheit und Unanſtändigkeit . . .

Was geſchehen iſt, iſt geſchehen, erwiederte auf eine ſpruchreiche Art Legoffin, indem er mit ſeiner knochigen Hand und mit einer Miene zurückſchauender Wonne über ſeine Lippen hinfuhr, während die junge Arbeiterin mit ihren Gefährtinnen das Zimmer verließ, wobet alle drei wie toll lachten undGuten Abend, Herr Legoffin, guten Abend, riefen.

Als Dame Robert mit unſerem Mann allein war, ſagte ſie:

Nur Sie in der ganzen weiten Welt können ſolche Schändlichkeiten mit ſolcher Kaltblütigkeit in dem acht⸗ ungswerthen Hauſe einer obrigkeitlichen Perſon begehen.

Oh! fragte Legoffin mit einer naiven Miene, was denn?

Wie? was denn! Dieſes Mädchen in meiner Ge⸗ genwart küſſen, während Sie mich auf das Hartnäckigſte mit Ihren Liebeserklärungen verfolgen!

Eiferſüchtig!

Eiferſüchtig! ich! ſtreichen Sie das in Ihren Pa⸗

pieren, Legoffin! Sollte ich mich je wieder verheirathen,

ſo verhüte es Gott, daß ich Sie heirathe. Wer weiß? Wie! ich muß es wohl wiſſen! Was ſein wird, wird ſein, meine Theure!

en Stille, ſtille, erwiederte der phlegmatiſche Menſch,

Dame Robert mit einer Miene unterbrechend, als ob er 3