11 „Ich befürchte es wie Sie, obgleich dieſes energiſche
Venehmen der Toga Glanz verleihen muß Das Schlimme dabei iſt, daß Ybon ſchon einige heftige Strei⸗ tigkeiten mit dem Präſidenten ſeines Tribunals gehabt hat,
der kein redlicher Mann ſein ſoll.. Noch ir
es, daß unſer Freund in Folge der Heftigkeit ſeines rakters ſchon zweimal ſeinen Wohnort zu wechſeln ſich ge⸗ nöthigt ſah. . . .“
„Ein ſo edles, vortreffliches Berz!“
„Ja, aber dieſer unglückliche Kopf und dieſe teufel⸗ mäßige Reizbarkeit, die er nicht bezähmen kann.“
„Und daß er gerade mit einem ſolchen Charakter Beamter werden mußte!“
„Was wollen Sie? ſein Vater, ſelbſt ein Beamter, forderte von ihm, daß er dieſe Laufbahn wähle. Aior betete ſeinen Vater an und gehorchte. Als unſer Fre ſpäter ſeinen Vater verlor, war es nicht mehr Zeit für ihn, ſeinen Stand zu ändern; und dann iſt er ohne Vermögen; ſeine obrigkeitliche Stelle iſt ſein einziges ſiche⸗ res Einkommen, und er hat Frau und Kind r muß alſo, wie Sie ſehen, ſein Joch tragen.“
„Das iſt wahr doch ich beklage ihn.“
„Oh! ſagen Sie mir, Yon verſteht gut zu fechten?“
„Sehr gut, denn in ſeiner erſten Jugend war er leivenſchaftlich für die Leibesübungen eingenommen; ich befürchte nur, daß ihn der Muth und per Zorn fort⸗ reißen, und er dürfte ſich blindlings in die Gefahr ſtürzen.“
„Es wäre mir lieber, wenn er mehr Kaltblütigkeit beſäße Und ſein Gegner?“
„Man hat mir geſagt, er fechte hinlänglich gut.“
„Für den Fall eines ſchlimmen Ausgangs habe ich zwanzig Schritte von hier den Fiaere gelaſſen, der mich brachte . Zum Glück wohnt Yvon beinahe an den Thoren der Stadt . . .
„Hören Sie ich mag nicht an ein Unglück den⸗ en das wäre der Tod der Frau von Mon!
Wenn Sie wüßten, wie ſehr ſie ihn lebt! Es iſt ein
„


