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Marguerite führte ihn herbei; er blieb allein mit Madame Baſtien, deren engeliſche Züge ſchon das Ge⸗ präge des Todes an ſich trugen; ſie machte mit ihrer weißen, kalten Hand David ein Zeichen, er möge ſich an ihr Beit ſetzen, und fragte ihn:
„Wie iſt es mit meinem Sohn?“
„Madame ..
„Er iſt nicht da . . . man verbirgt ihn mir.“
„Glauben Sie nicht . . .“
„Ich habe Alles begriffen . . er iſt in einem ver⸗ zweifelten Zuſtund, und da mein Ende auch nahe bevor⸗ ſteht, ſo wollte ich von Ihnen Abſchied nehmen, Henri.“
Zum erſten und .. ach! zum letzten Mal nannte Marie David mit ſeinem Vornamen.
„Abſchied!“ wiederholte er mit einem herzzerreißen⸗ den Schluchzen, „Abſchied!“
„Ich werde wenigſtens nicht ſterben, ohne Ihnen zu geſtehen, wie ſehr ich Sie geliebt habe ... Nicht wahr, Sie wußten es, mein Freund?“
„Und Sie ſagen, Sie werden ſterben! Nein! nein! die Kraft meiner Liebe würde Sie dem Leben wiederge⸗ ben,“ rief David in einer Art von Wahnſinn. „Sterben! warum ſterben? wir lieben uns ſo ſehr!“
„Ja, unſere Liebe iſt groß, mein Freund, und bei mir
hat ſie mit dem Tag begonnen, wo mein armes Kind zum
Leben der Seele, das Sie ihm wiedergegeben, zurückge⸗ kehrt iſt
„Oh! Unglück . .. Unglück. . .“
„Nein, Henri mein Tod iſt kein Unglück für uns . Sehen Sie, mir ſcheint, daß meine Seele, im Augenblick, wo ich das Leben verlaſſen ſoll, von ihren irdiſchen Banden befreit, in der Zukunft leſen kann . . Henri, wiſſen Sie, was unſer Loos geweſen wäre?“
„Sie fragen mich das? Noch dieſen Morgen . . . unſere Pläne . . .“
„Hören Sie mich, mein Freund es gibt in der mütterlichen Liebe tiefe Geheimniſſe ſie enthüllen ſich


