Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 2. Abtheilung, Der Neid oder Frederik Bastien : 4. bis 7. Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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vielleicht nur in den äußerſten Stunden . Seitdem ich mich frei glaubte, erſchien mir die Zukunft ſtrahlend wie Ihnen, Henri . . . Noch einige Monate, Henri, und Sie, mein Sohn und ich vereinigten unſer Leben in einem und demſelben Glück.

Oh! dieſer Traum . .dieſer Traum! ...

Dieſer Traum iſt ſchön geweſen . . . Henri, das Erwachen wäre vielleicht grauſam geworden.

Was ſagen Sie?

Sie wiſſen, wie ſehr mich mein Sohn liebt . . Sie wiſſen, daß jede leidenſchaftliche Zuneigung ihre Ei⸗ ferſucht hat früher oder ſpäter wäre er eiferſüchtig auf meine Liebe für Sie geweſen, Henri.

Er . er. eiferſüchtig auf mich.

Glauben Sie dem Herzen einer Mutter. . . ich täuſche mich nicht.

Ach! muthig und edel bis zum Ende, möchten Sie gern meinen Kummer minder gräßlich machen.

Sagen Sie, ich ſei Mutter bis zum Ende. Hören Sie noch, Henri . Indem ich mich mit Ihnen verband, verlor ich meinen Namen, dieſen demüthigen

MNamen, den mein Sohn hauptſächlich berühmt machen

wollte, weil dieſer Name der meinige war, denn Alles bezog ſich bei meinem armen Kind auf mich.

Ja ſtets ſind Sie mit ſeinen Gedanken vermiſcht: vor einigen Tagen, im Augenblick, da er ſterben ſollte, rief er: Meine Mutterf wie einen letzten Rettungs⸗ ſchrei, und indem er . Meine Mutter! ſagte, ging er auf ein glorreiches Geſchick zu.

Mein Freund, täuſchen wir uns nicht . . . Wie groß wäre unſer Kummer geweſen, wenn mich in dem Augenblick, wo wir uns verbinden wollten, die Furcht, die Eiferſucht meines Sohnes zu erregen, vielleicht zurückge⸗ halten hätte. Und dennoch wäre es gräßlich geweſen, auf unſere Liebe zu verzichten, oder, ein noch furchtbarer Ge⸗ danke, es ſollte ſich die Eiferſucht von Frederik erſt nach