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„Erinnern Sie ſich jenes düſteren, eiſigen Still⸗ ſchweigens, an dem alle unſere Bemühungen ſcheiterten?“
„Und jener Nacht, wo ich wahnſinnig vor Angſt zu Ihnen lief, um Sie anzuflehen, Sie mögen meinen Sohn nicht verlaſſen . als ob Sie ihn verlaſſen koͤnnten ..“
„Sagen Sie, Madame, nicht wahr, es liegt eine Art von Reiz in dieſen ſchmerzlichen Erinnerungen, wenn man ſich wieder in der vollen Sicherheit, im vollen Glück befindet?“
„Ja, es liegt ein trauriger Reiz darin . . aber wie ſehr ziehe ich ihm die gewiſſen Hoffnungen vor! So muß ich Ihnen ſagen, Herr David, daß ich in der vergangenen Nacht viele Pläne gemacht habe.“
„Loſſen Sie hören.“
„Darunter iſt vor Allem ein ſehr närriſcher . . ſehr unmöglicher.“
„Deſto beſſer, das ſind gewöhnlich die reizendſten.“
P unſer Frederik in die Polytechniſche Schuke eintritt, müſſen wir uns von ihm trennen .. Oh! ſeien Sie unbeſorgt ich werde hiebei muthig ſein . . doch unter einer Bedingung.“
„Und dieſe Bedingung?“
„Sie werden ſehr lachen, denn ſie iſt kindiſch, lächer⸗ lich vielleicht. Nun! ich wünſchte, daß wir ganz in ſei⸗ ner Nähe bleiben könnten. Und wenn ich Ihnen Alles ſagen ſoll . . es wäre meine Meinung, wir würden, wenn dies möglich, eine Wohnung der Schule gegenüber nehmen .. Sie werden über mich ſpotten?“
„Ich lache durchaus nicht über dieſen Gedanken, Madame, ich finde ihn vortrefflich denn durch dieſe Nachbarſchaft können wir unſer liebes Kind zweimal des Tags ſehen . Ich ſpreche nicht von den Ausgängen, von den guten Feiertagen, wo wir es ganz haben werden.“ 3
„Wahrhaftig,“ ſagte Marie lächelnd, „Sie ſinden mich nicht zu ſehr Mutter?“


