Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 2. Abtheilung, Der Neid oder Frederik Bastien : 4. bis 7. Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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ſein leidenſchaftliches Aufſtreben zu einer Zukunft, die er glorreich haben will . . . und dieſe Zukunft wird die ſei⸗ nige ſein.

Ah! Herr David, welche Freude, welche Trunken⸗ heit für uns, wenn ſich unſere Vorherſehungen ver⸗ wirklichen!

Es läßt ſich nicht beſchreiben, mit welchem Ausdruck inniger Zärtlichkeit Marie die Worte, uns, unſere Vor⸗ herſehungen, ſprach, die allein die geheimen, fiill⸗ ſchweigend von Marie und David entworfenen Glückspläne enthüllten.

David fuhr fort: *

Glauben Sie mir, Madame, wir werden ihn groß durch das Herz und den Verſtand ſehen; es iſt in ihm eine unglaubliche Energie, welche ſich noch verdoppelt durch jenen furchtbaren Neid, der uns ſo ſehr beun⸗ ruhigte.

Geſtern erſt, Herr David, ſagte er heiter zu mir: Mutter, wenn ich nun in der Ferne das Schloß Pont⸗ Brillant erſchaue, das mich ſo unglücklich gemacht hat, ſo iſt es ein Blick freundſchaftlicher Herausforderung, den ich ihm zuwerfe . . .

Und Sie werden ſehen, Madame, ob nicht in acht

bis zehn Jahren der Name Frederik Baſtien ruhmvoller

ertönt, als der des jungen Marquis.

Ich bin ſo ſtolz, Ihre Hoffnung zu theilen, Herr David . . Ich weiß nicht, was mein Sohn, zwiſchen uns Beiden einherſchreitend, nicht wird erreichen können. Dann, nachdem ſie einen Augenblick geſchwiegen, fügte Marie bei:

Aber wiſſen Sie, daß das wie ein Traum iſt? Wenn ich bedenke, daß Sie vor kaum zwei Monaten .. am Abend Ihrer Ankunft, hier an dieſem Tiſche ſaßen, die Hefte von Frederik durchgingen und wie ich beklagten, daß ein Schleier über dem Geiſt dieſes unglücklichen Kindes ausgebreitet war!