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Vorſtellung von der himmliſchen, idealen Glückſeligkeit
geben, in der die drei zartfühlenden und edlen Geſchöpfe von dem Augenblick an ieben mußten, wo die Geſundheit von Marie keine Furcht mehr einflößte eine neue Seligkeit für Alle, denn während der beglückenden Tage, welche auf die moraliſche Geneſung von Frederik folgten, erſchien die oft vergeſſene, aber immer bevorſtehende An⸗ kunft von Herrn Baſtien auf dieſem glänzenden Horizont wie eine beſtändig drohende Wolke.
Zu dieſer Stunde im Gegentheil erblickten ſie, ſo weit das Auge von Marie, David und Frederik reichen mochte, einen azurblauen Himmel von ſo glänzender Heiter⸗ keit, daß ſeine unendliche Pracht ſie zuweilen blendete.
Es waren alſo drei Wochen ſeit der Nachricht vom Tod von Herrn Baſtien vergangen.
Es ſchlug zwei Uhr, unterſtützt von Marguerite und dem alten André, ſchmückte Frederik mit Schneeglöckchen, mit einigen bleichen bengaliſchen Roſen, mit Winterhelio⸗ tropen und Stechpalmzweigen, an denen ihre Korallenbeeren hingen, die Vaſen auf dem Kamin vom Studirzimmer.
Ritten in dieſem Zimmer war ein Portrait von Fre⸗ derik von wunderbarer Aehnlichkeit und von David in Poſtell gemalt auf einem Gerüſt aufgeſtellt; ein großes Feuer brannte im Kamin; auf einem Tiſch ſah man end⸗
lich die Vorbereitungen zu einem einfachen, ländlichen
Imbiß.
Die drei Genoſſen, welche die Vorkehrungen zu dieſem kleinen Feſt, zu dieſer Ueberraſchung, mit einem Wort, trafen, gingen auf den Fußſpitzen und ſpra⸗ chen ganz leiſe, denn Madame Baſtien durfte nichts von
dem, was vorſiel, vermuthen. Zum erſten Mal ſeit ihrer Krankheit ſollte die junge Frau an dieſen Tag ihre Woh⸗
nung verlaſſen und einige Stunden im Studirzimmer bleiben; deshalb waren auch Frederik und die zwei alten Dienſtboten bemüht, dieſem Zimmer ein feſtliches Ausſehen zu verleihen, und David hatte, ohne daß Marie etwas davon wußte, an dem Portrait von Frederik gearbeitet,


