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David fühlte ſich ſo heftig erſchüttert, daß er genö⸗ thigt war, ſich ans Täfelwerk anzulehnen.
Frederik wandte ſich, während er ſeine Mutter um⸗ fangen hielt, ungeſtüm gegen Marguerite um und murmelte:
„Oh! mein Gott! . . todt . . todt . mein Vater!“
Und er verbarg ſein Geſicht am Buſen ſeiner Mutter.
Obgleich in eine durch die völlige Lähmung ihrer Kraͤfte verurſachte Ohnmacht verſunken, hatte Marie doch ein leichtes Verſtändniß behalten.
Die Worte von Marguerite: Der Herr iſttodt, gelangten bis zu den Ohren der jungen Frau, aber un⸗ beſtimmt wie der Gedanke eines Traumes.
Der Doctor brach zuerſt das feierliche Stillſchwei⸗ gen, mit dem die Worte der alten Dienerin aufgenommen worden waren, und ſagte zu dieſer:
„Erklärt Euch .. Woher wißt Ihr?“
„In der vergangenen Nacht,“ ſprach die Magd, „wollte der Herr zwei Stunden von hier eine noch von den Folgen der Ueberſchwemmung bedeckte Straße befah⸗ ren. .. Das Cabriolet und das Pferd wurden fortge⸗ riſſen . WMan hat den Leib von Herrn Bridou nicht wieder aufgefunden, aber man hat den des Herrn an ſei⸗ nem Ziegenfell erkannt; er iſt unter den Rädern der Mühle am Teich zermalmt worden, und man hat an einem Rad die Hälfte ſeiner Kaſake gefunden; eine von den Taſchen enthielt mehrere Briefe unter der Adreſſe des Herrn. So hat der Maire von Blemur, der mit einem Gendarme hier iſt, erfahren, daß es der Herr war, der umgekom⸗ men, und hienach hat er auch die Todes⸗Urkunde aufge⸗ nommen.“
Als die Magd ihre Erzählung unter einem andäch⸗ tigen Stillſchweigen beendigt hatte, drückte Madame Ba⸗ ſtien, durch die tiefe und heftige Gegenwirkung dieſer un⸗ erwarteten Nachricht plötzlich zum Bewußtſein zurückge⸗ ihren Sohn leidenſchofllich an ihren Buſen und prach; *


