Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 2. Abtheilung, Der Neid oder Frederik Bastien : 4. bis 7. Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Marguerite . . . Marguerite. . .

Auf den ängſtlichen Ruf des Doctors eilte Frederik, der im Studirzimmer geblieben war, in das Zimmer ſei⸗ ner Mutter . gefolgt von David, welcher ſich, alle Schicklichkeit vergeſſend, einem unwiderſtehlichen Zuge über⸗ ließ und wenigſtens ein letztes Mal diejenige ſehen wollte, von der er ſcheiden ſollte.

Frederik, unterſtützen Sie Ihre Mutter, rief Herr Dufour,und Du, Henri, hole raſch kaltes Waſſer im Speiſezimmer oder ſonſt irgendwo Ich weiß nicht, wo Marguerite iſt.

David lief weg, um ſchleunigſt die Befehle des Doctors zu vollziehen, während Frederik, der ſeine beinahe des Gefühls beraubte Mutter in ſeinen Armen hielt, mit dem ſchmerzlichſten Ton zum Doctor ſagte:

Oh! mein Gott dieſe Ohnmacht n Wie bleich iſt ſie . . . Hülfe . . . Hülfe .

Marguerite erſchien plötzlich im Zimmer; ; ihre ver⸗ ſtörten Züge boten eine ſeltſame Miſchung von Erſtaunen, Beſtürzung und mühſam zurückgehaltener Freude.

Herr Doctor, rief ſie halb athemlos,wenn Sie wüßten . .

Pierre, hier iſt das Verlangte, rief David, der mit einer Flaſche voll friſchen Waſſers herbeilief, wovon der Doctor ein paar Löffel voll in eine Taſſe goß. Dann ſich leiſe an die Magd wendend, ſagte der Arzt:

Marguerite, gebt mir jene Phiole . . Aber was habt Ihr denn? fügte Herr Dufour bei, als er die Magd unbeweglich bleiben und an allen Gliedern zittern ſah.Sprecht doch!

Ach! Herr, antwortete leiſe die Magd,das hemmt mir den Athem. . . Wenn Sie wüßten . .

Macht doch ein Ende.

Der Herr iſt todt!

Bei dieſen Worten wich der Doctor einen Schritt zurück, vergaß Marie, blieb wie verſteinert und ſchaute die Magd an, ohne ein Wort finden zu konnen.

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