Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 2. Abtheilung, Der Neid oder Frederik Bastien : 4. bis 7. Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Vor Allem, um Ihre Ruhe, Ihr Leben vielleicht zu ſichern, denn Ihr Gatte ...

Aber mein Sohn 2 .. mein Sohn?

Wir werden Alles in der Welt thun, um es dahin zu bringen, daß er bei Ihnen bleibt.

Und wenn man mir ihn nicht läßt?

Ach! Madame ..5

Denken wir nicht mehr an dieſe Scheidung, Herr Dufour.

Ueberlegen Sie, Madame, daß Sie dadurch der Willkühr eines Elenden preisgegeben bleiben, der Sie ei⸗ nes Tages umbringen wird.

Er wird mir wenigſtens nicht zuvor meinen Sohn weggenommen haben.

Er wird Ihnen Frederik wegnehmen. Will er ihn nicht noch heute wegnehmen?

Oh! mein Gott! rief Marie und warf ſich mit einem ſolchen Ausdruck von Schmerz und Verzweiflung auf ihr Kopfkiſſen zurück, daß der Doctor auf ſie zulief und ſie haſtig fragte:

In des Himmels Namen! was haben Sie?

Herr Dufour, ſprach Marie mit ſchwacher Stimme und beſiegt vom Schmerz die Augen ſchließend,ich fühle mich erſchöpft; auf welche Weiſe ich die Zukunft an⸗ ſchaue, ſie iſt gräßlich. .. Mein Gott, was iſt zu thun ?.. die Stunde naht . . . mein Gatte wird zurückkommen .. er wird meinen Sohn mitnehmen wollen . . . Oh! mir zu Liebe, ſtellen Sie ſich . . . zwiſchen Frederik und ſeinen Vater . oh! wenn Sie wüßten, was ich be⸗ fürchie ic

Und die Worte erſtarben auf den Lippen der jungen Frau, welche völlig das Bewußtſein verlor.

Der Doctor lief nach der Klingel, läutete heftig und kehrte dann zu Madame Baſtien zurück, um dieſer Hülfe zu leiſten.

Da die Magd auf das Läuten nicht erſchien, ſo öff⸗

nete Herr Dufour die Thüre und rief: