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betrifft, fühle, krank wie ich bin, daß mir meinen Sohn entreißen mich tödten heißt.“
„Madame, die Augenblicke find koſtbar... erlauben Sie mir vor Allem, an Ihre Offenherzigkeit zu ap⸗ pelliren .. .“
„Sprechen Sie.“
„Geſtern fand, in Folge des Streites, den Sie mit Herrn Baſtien hatten, eine furchtbare Scene ſtatt und
heute Nacht . .“
„Mein Herr. .
„Ich weiß Alles, Madame...“
„Doctor ..“
„Ich weiß Alles, ſage ich Ihnen, und mit Ihrem gewöhnlichen Muth haben Sie ſich, davon bin ich feſt überzeugt, in die abſcheuliche Behandlung gefügt, um nicht zu einem beklagenswerthen Lärmen Anlaß zu geben, und um einen furchtbaren Zuſammenſtoß zwiſchen Ihrem Sohn und Ihrem Gatten zu vermeiden. Oh! ſuchen Sie es nicht zu leugnen. .. Ihr Heil, das Ihres Sohnes hängen von der Aufrichtigkeit Ihres Geſtändniſſes ab.“
„Mein Heil! das meines Sohnes!“
„Glauben Sie, Madame, das Geſetz bleibe unbe⸗ waffnet gegen ſo grauſame Exceſſe, wie die, deren ſich Ihr Gatte gegen Sie ſchuldig gemacht hat?.. Nein! nein! und er hat Zeugen ſeiner ſtumpffinnigen Rohheit gehabt. Und dieſe Zeugen ſind Marguerite und ich, der ich beru⸗ fen worden bin, um Sie ärztlich zu behandeln, in Folge eines grauſamen Verfahrens gegen Sie, das ein Schei⸗ dungsgeſuch rechtfertigt. . . Dieſes Geſuch iſt noch heute abzufaſſen . . .“
„Eine Scheidung,“ rief Marie, voll Entzücken die Hände faltend, „wäre es möglich?“
„Ja, und Sie werden ſie erlangen, vertrauen Sie auf mich. Ich werde Ihre Richter ſehen, ich werde Ihre Rechte, Ihre Qualen, Ihr Unglück geltend machen . . Doch ehe wir dieſes Geſuch verfolgen,“ fügte zögernd der Dortor bei, denn er fühlte die Zartheit der Frage, die er
.


