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würde denn wir werden, glaube ich, Alle mit ein⸗ ander zu verhandeln haben.“
„Ich hore Sie, Madame.“
„Sie wiſſen, mein Gatte iſt geſtern Abend hier ge⸗ weſen.“
„Ich weiß es,“ erwiederte der Doctor, ohne ein Be⸗ ben der Entrüſtung überwältigen zu können.
„Ich hatte mit ihm einen langen und peinlichen Streit über meinen Sohn . .. Trotz meiner Einſprache, trotz meiner Bitten iſt Herr Baſtien entſchloſſen, Frederik als Huiſſier⸗Schreiber bei Herrn Bridon eintreten zu laß⸗ ſen ich ſoll alſo Herrn David für ſeine Bemühungen danken und mich von meinem Kinde trennen.“
„Und hiezu vermöchten Sie nicht einzuwilligen?“
„So lange „mir ein Lebensfunke bleibt, werde ich meine Rechte auf meinen Sohn vertheidigen. Was ihn betrifft, ſo kennen ſie die Entſchloſſenheit ſeines Cha⸗ rakters.. Nie wird er mich, Herrn David verlaſſen und bei Herrn Bridon eintreten wollen.. Herr Baſtien wird bald hierher zurückkommen.. er wird meinen Sohn fort⸗ zuführen begehren.“
Beſiegt durch die Gemüthserſchütterung, die ſie zu bekämpfen verſuchte, war Marie genöthigt, ſich einen Augenblick zu unterbrechen, und bekam bald einen Huſten⸗ anfall von ſo gefährlichem Charakter, verbunden mit einer ſo ſchmerzlichen Beklemmung, daß der Doctor unwillkühr⸗ lich die Augen angſtvoll zum Himmel aufſchlug, während er zugleich die junge Frau einige Löffel von einem von ihm bereiteten Trank nehmen ließ.
Als ſich Marie wieder ein wenig erholt hatte, fuhr ſie fort: 4
„Dies iſt unſere Lage, mein lieber Doctor, wir müſ⸗ ſen vor der Ankunft von Herrn Baſtien einen entſcheiden⸗ den Entſchluß gefaßt haben... wenn nicht...“ und Marie wurde noch bläſſer, „wenn nicht, ſo wird hier etwas Schreckliches vorgehen, denn Sie wiſſen, wie heftig Herr Baſtien, wie entſchloſſen Frederik iſt, und ich, was mich


