BZwanzigſtes Rapitel.
Als der Doctor Dufour bei Madame Baſtien ein⸗ fand er ſie im Bett und Marguerite an ihrer Seite tzend. Marie, am Tage vorher noch eine blühende Schön⸗ heit, ſah bleich, angegriffen aus; die brennende Gluth des Fiebers färbte lebhaft ihre Wangen und machte ihre
unter den beſchwerten Lidern halbgeſchloſſenen, großen
blauen Augen glänzen; von Zeit zu Zeit hob ein kurzer, trockener Huſten ihren ſchönen Buſen, auf den die junge Frau häufſig ihre Hand legte, als wollte fie die ſchmerz⸗ lichen Zerreißungen ihres Innern überwältigen⸗
Als ſie den Doctor erblickte, ſagte Madame Baſtien zu ihrer Dienerin:
„Laßt uns, Marguerite.“
„Nun, wie befinden Sie ſich?“ fragte der Doctor Marie, als ſie allein waren.
„Dieſer Huſten brennt mich und zerpreßt mir die Bruſt, mein lieber Doctor; mein Schlaf war mit pein⸗ lichen Träumen vermiſcht. . ohne Zweifel eine Wirkung des Fiebers. doch ſprechen wir nicht hievon,“ fügte ſie mit dem Ausvruck engeliſcher Refignation bei. „Ich habe mich über ſehr wichtige Dinge mit Ihnen zu berathen . mein guter Doctor... und ich muß mich beeilen, denn wiederholt fühlte ich bei meinem Erwachen, wie mir meine Gedanken beinahe entſchwanden.“
„Sie dürfen ſich dadurch nicht beunruhigen laſſen das rührt von dem Zuſtand der Schwäche her, vie bei⸗ nahe immer auf die übermäßige Auftegung des Fie⸗ bers folgt.“ *
„Ich wollte zuerſt mit Ihnen allein ſprechen, ehe ich Herrn David und meinen Sohn zu mir zu kommen bitten
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