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als der Ausbruck eines zärtlicheren Gefühls erſcheinen könnte, weil ich endlich weiß, daß die alte Marquiſe von Pont⸗Brillant, eine ſchamloſe Witwe, wie es nur eine geben kann, im Schloß in Gegenwart von zwanzig Per⸗ ſonen boshafte, cyniſche Anſpielungen auf das Alter und das Ausſehen des von Madame Baſtien für ihren Sohn gewählten Lehrers gemacht hat.“
„Oh! das iſt ſchändlich!“
„Ja, das iſt ſchändlich ja, das iſt unwürdig, doch Du wirſt dieſen Schändlichkeiten Glauben verſchaffen, wenn Du in dieſem Hauſe in dem Augenblick bleibſt, wo Ma⸗ vame Baſtien nach einer Ehe von ſiebenzehn Jahren Schei⸗ dung verlangt.“
„Aber ſie kennt meine Liebe nicht, Pierre, das ſchwoͤre ich Dir . und Du weißt wohl, daß ich eher ſterben, als ihr ein Wort von dieſer Liebe ſagen würde, gerade weil ſie mir die Rettung ihres Sohnes zu verdanken hat!“
„Ich zweifle weder an Dir, noch an ihr; ich wieder⸗
hole Dir jedoch, ein längerer Aufenthalt von Dir in die⸗ ſem Hauſe kann Marie einen unwiederbringlichen Nach⸗ theil zufügen.“
„Pierre, dieſe Befürchtungen find toll.“
„Dieſe Befürchtungen ſind nur zu ſehr begründet; auf eine boshafte Weiſe gedeutet, wird Deine Gegenwart zu einem Angriff auf die vorwurfsfreie Reinheit des Le⸗ bens von Marie werden; man wird ein ſchlimmes Vorur⸗ theil gegen ihr Scheidungsgeſuch bekommen, man wird es vielleicht verwerfen. Doppelt aufgebracht gegen ſeine Frau, wird Baſtien ſodann auch ſeine Rohheit gegen ſie verdop⸗ peln und ſie tödten, Henri . er wird ſie auf eine ge⸗ ſetzliche Weiſe tödten . . . er wird ſie ehrlich umbringen, wie viele Ehemänner ihre Frauen umbringen.“
Die Richtigkeit der Worte des Doctors war unleug⸗ bar; David konnte dies nicht mißkennen. Doch er wollte ſich an eine letzte Hoffnung anklammern und erwiederte:
„Aber, Pierre, kann ich Frederik verlaſſen, der zu dieſer Stunde meiner ganzen Fürſorge bedarf, denn ſein


