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„Ich glaube es, Henri, und er darf ſie nicht um⸗ bringen „
„und Du willſt nicht, daß ich
„Henri,“ rief der Doctor, die Hände von David mit innigem Erguß ergreifend, „Henri, edles, vortreffliches Herz, komm zu Dir ſei, was Du ſtets geweſen biſt, voll Seelenadel und Muth . Ja, Muth, das brauchſt Du, um ein grauſames, aber für das Heil von Marie unerläßliches Opfer zu vollbringen.“
„Ein für das Heil von Marie erſprießliches Opfer!! Oh! ſprich, ſprich
„Braves, braves Herz, ich finde Dich wieder, und ich hatte Unrecht, Dir zu ſagen, Du ſeiſt mehr zu beklagen, als Du denkeſt, denn Seelen, wie die Deinige, leben von Opfern und Entſagungen . . Höre, Henri, angenommen, ich könnte Marie von der Krankheit, die ſie in der ver⸗ gangenen Nacht befallen hat, einer ſehr gefährlichen Bruſt⸗ entzündung, retten muß dann nicht die engeliſche Frau in der Gewalt dieſes Elenden bleiben?“
„Vollende, vollende.“
„Es gibt ein ehrenhaftes und geſetzliches Mittel, die⸗ ſem Menſchen das Opfer zu entreißen, das er ſeit ſech⸗ zehn Jahren martert.“
„Und dieſes Mittel?“
„Iſt eine gerichtliche Trennung.“
„Und wie dies erreichen?“
„Das grauſame Verfahren dieſes Menſchen in der vergangenen Nacht dient als ſehr ernſte Anklage gegen ihn. Marguerite wird zeugen; mehr braucht es nicht, um die Scheidung zu erlangen; und überdies werde ich die Richter ſehen und ich werde ihnen mit der Wärme und Entrüſtung eines redlichen Herzens ſagen, wie ſich Baſtien gegen ſeine Frau ſeit ihrer Verheirathung mit ihm benommen hat.. ich werde ihnen von der engeliſchen Reſignation von Marie von ihrer bewunderungswürdi⸗ gen Hingebung für ihren Sohn.. und beſonders von der Reinheit ihres Lebens ſagen „


