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begreife Dich nicht. . Es iſt, als hätte ſich eine Wolke über meinem Geiſte ausgebreitet.“
„Anfangs begriff ich auch nicht, es war zu ungeheuer⸗ lich . . . Marguerite hörte geſtern Abend, kurze Zeit, nachdem ſie ihre Gebieterin verlaſſen lange, bald mit leiſer Stimme, bald mit großer Heftigkeit im Studirzimmer ſprechen . . . dann in der Hausflur gehen, dann das Ge⸗ räuſch einer Thüre, welche geöffnet und geſchloſſen wurde,
dann nichts mehr. In dieſer Nacht, nach dem Abgang 2
von Herrn Baſtien, glaubte Anfangs Marguerite, der ihre Gebieterin geläutet, dieſe ſei ohnmächtig geworden; durch gewiſſe Anzeichen bekam Marguerite aber ſpäter den Beweis, daß Marie hatte von Mitternacht bis um drei Uhr unter der Vorhalle, der ganzen Strenge dieſer eiſig kalten Nacht ausgeſetzt, bleiben müſſen... So iſt dieſe tödtliche Krankheit vielleicht. . .“
„Das iſt aber ein Mord!“ rief David furchtbar vor Wuth und Schmerz, „dieſer Menſch iſt ein Mörder!“
„Der Elende war betrunken, wie mir Marguerite geſagt hat. . in Folge eines Streites mit ſeiner unglück⸗ lichen Frau wird er dieſe hinausgeworfen haben.“
„Pierre, dieſer Menſch wird bald zurückkommen .. zweimal hat er mich beleidigt, ich fordere ihn heraus und tödte ihn“
„Henri, Ruhe .
„Ich will ihn tödten!“
„Hode mich . .
„Weigert er ſich, ſich zu ſchlagen, ſo ermorde ich ih dann tödte ich mich ſelbſt.. Marie wird befreit ſein.“
„Henri! Henri! das iſt Wahnfinn!“
„Oh! mein Gott! ſie ſie. ſo behandelt,“ rief Dasid mit herzzerreißendem Ton, „dieſer Engel der Rein⸗ heit, dieſe anbetungswürdige, heilige Mutter auf immer der Willkühr dieſes albernen, rohen Menſchen preisgegeben wiſſen. . Siehſt Du denn nicht, daß er ſie, wenn fie diesmal nicht ſtirbt, an einem andern Tag umbringen wird?“
Die ſieben Tovfünden. M. Abth⸗ 2r Bd⸗ 12
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