Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 2. Abtheilung, Der Neid oder Frederik Bastien : 4. bis 7. Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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maſſe, nachdem ſie getrunken hatte; die Frau Marguiſe fügte dann bei: „„Meine Tochter, Du wirſt der lieben Madame Baſtien ſagen, wir haben auf ihre Geſundheit und auf ihre ſchöͤnen Augen getrunken.“ Und als ſie mir das Glas zurückgab, legte ſie darein „ errathen Sie, was 2. dieſe ſchönen fünf Goldſtücke, und ſie ſagte zu mir: „Das iſt für die Leute von Madame Baſtien, mit der Bedingung, daß ſie auf die Geſundheit meines Enkels, des Marquis von Pont⸗Brillant, trinken. Auf Wiederſehen, meine Tochter.“ Und der ſchöne Wagen fuhr wieder weg.“

„Ich bin troſtlos, Marguerite, daß Ihr nicht die Zartheit gehabt habt, das Geld auszuſchlagen, das man Euch gegeben.“

„Aber, Madame, fünf Louis d'or!“

„Gerade, weil die Summe ſo bedeutend, iſt es mir peinlich, daß Ihr ſie angenommen.“

„Ah! ich wußte das nicht, Madame; es iſt das erſte

Mal, daß mir dergleichen begegnet und wenn Ma⸗ will, bringe ich die fünf Goldſtücke ins Schloß urück.“ „Das wäre noch ſchlimmer .. . Doch ich bitte Euch, Marguerite, wenn Ihr einige Anhänglichkeit für mich habt, tragt dieſe hundert Franken in den Armenſtock des Kirchſpiels.“

„Morgen ſoll das geſchehen,“ ſagte Marguerite ent⸗ ſchloſſen. „Dieſe fünf Golbſtücke würden mir in den Fin⸗ gern hrennen, da ich weiß, daß ich Ungecht gehabt habe, ſie anzunehmen.“

„Ich danke Euch, Marguerite, ich kenne Euch als

eine gute und würdige Frau . . Doch noch ein Wort,

weiß mein Sohn, daß Frau von Pont⸗Brillant hier ge⸗ weſen iſt?“ „Nein, Madame, denn ich habe es ihm nicht ge⸗ ſagt, und ich war allein zu Hauſe, als der Wagen kam.“ „Marguerite, es iſt wichtig, daß mein Sohn nichts von dieſem Beſuch erfährt „