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Am Abend deſſelben Tages, an welchem Madame Baſtien dieſe Unterredung mit David hatte, bediente Mar⸗ iite die junge Frau beim Schlafengehen und ſagte zu ihr:
„Mein Gott, Madame, ich habe Sie ſeit Ihrer Rückkehr vom Spaziergang und auch dieſen Abend ſo in Anſpruch genommen geſehen, daß ich Sie nicht ſtören wollte, um Ihnen etwas doch ganz Seltſames zu ſagen . . .
„Was iſt es?“
„Sie waren mit Herrn Frederik und mit Herrn David ſeit einer Stunde ausgegangen, als ich einen Lärmen vor dem Hofthor horte . . . ich gehe hinaus, um nachzuſehen
es war ein herrlicher Wagen mit vier Pferden .. Und wer ſaß in dem Wagen, Madame? Sie können es nicht errathen . .. Die Frau Marquiſe von Pont⸗Brillant, die Sie zu ſprechen verlangte . . .
„Mich!“ rief Marie erbleichend, denn ſie befürchtete,
der Verſuch von Frederik ſei entdeckt worden; „das iſt
unmöglich, Ihr täuſcht Euch, Marguerite, ich kenne Frau von Pont⸗Brillant nicht.“ 2
„Und dennoch ſind Sie es, nach der die gute, alte, kleine Dame verlangte; ſie ſagte auch zu mir, indem fie ganz einfach, wie wir Leute, ſprach: „Es iſt mir ärger⸗ lich, daß ich Madame Baſtien nicht treffe, ich komme ſo zu ſagen, um gute Nachbarſchaft zu halten, denn wenn man Nachbar iſt, muß man ſich ſehen; doch gleichviel. .. das wird ſich wieder finden, und Du ſagſt ihr, nicht wahr, meine Tochter, Du ſagſt der lieben Madame Baſtien, ich werde an einem dieſer Tage wiederkommen . Sie ſoll ſich aber nicht die Mühe machen, mir meinen Beſuch im Schloß zurückzugeben . es Fönnte der lieben Frau be⸗ ſchwerlich ſein, und das will ich durchaus nicht ich aber werde oft mit dem Stab meines Alters hierher⸗ kommen.““
„Was bedeutet das?“ fragte Madame Baſtien ganz
verwirrt über dieſen Vorfall, denn ſie wußte durchaus


