Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 2. Abtheilung, Der Neid oder Frederik Bastien : 4. bis 7. Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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und vielleicht finde ich einen Keim, den meine Unterredun⸗ gen mit Frederik ſpäter entwickeln. Morgen alſo, Herr David, ſprach Marie traurig, denn ſie fühlte abermals das Gewicht der Befürchtungen,

denen ſie am Abend entzogen worden war, obgleich ſie ſich unabläßig mit Frederik beſchäftigt hatte;ich nehme alle

Hofnnungen an, die Sie mir geben, ich bedarf derſelben ſo ſehr . . . Der morgige Tag wird für uns ein Tag großer Prüfung ſein: morgen wird Ihre erſte Unterredung mit Frederik ſtattfinden.

Vei dieſer Unterredung werde ich mich von der Ein⸗ gebung des Augenblicks, von der geiſtigen Stimmung von Frederik, vielleicht auch von meinen Betrachtungen heute Nacht über dieſe paar Zeilen leiten laſſen.

Mergen alſo, Herr David.

Morgen, Madame.

Einige Augenblicke nachher ſchloß ſich David, nach⸗ venkend und träumeriſch, in ſeinem kleinen Zimmer ein, vas über den der jungen Frau lag.

Pri Rupitel.

Seit die Geniſſensbiſſe über bas Verbrechen, das er zu begehen beabſichigt, auf die Stimme ſeiner Mutter die Seele von Frederik egriffen hatten, waren dieſe Gewiſſens⸗ biſſe unabläſſig in ihm lebendig geblieben. Obgleich er genug Bewußtſein vm dem Grauenhaften ſeines Mord⸗ verſuches hatte, um zu einem Rückfall unfähig zu ſein, 3 war er doch entfernt nicht von ſeinem gehäſſigen Neid be⸗ . freit Dieſe Leidnſchaft, welche keinen Ausfluß nach