Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 2. Abtheilung, Der Neid oder Frederik Bastien : 4. bis 7. Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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ſeripts mehrere Worte heraus, welche in gar keiner Ver⸗ bindung mit den Sätzen ſtanden, die ihnen vorangingen oder folgten. Sie waren offenbar unwillkührlich und unter dem Einfluß von Gedanken, deren Gewalt der Jüngling unterlag, geſchrieben worden. So las man auf einem Blatt folgende Fetzen von einem Satz:

Für die Geſchöpfe, welche beſtändig ineiner demüthigenden Dunkelheit zu kriechen beſtimmt ſind, iſt es nicht .. zu können .. und entreißen ..

Zwei oder drei Worte vom Anfang und das Ende des Satzes waren vollig unlesbar.

Ferner ſah man auf einer Seite die zwei Worte nur leicht ausgeſtrichen, als wären ſie durch ihre lakoniſche Kürze gegen jede Erklärung geſchützt geweſen:

Warum?

Mit welchem Recht?

Endlich wurde folgender am wenigſten vollſtändiger Satz mit großer Mühe von David und der jungen Frau entziffert:

von Dir große unv heilige Revo⸗ lutivn. die Schwachen ... ſind die Starken geworden; die ſpäte Rache iſt gekommen . .. dann furchtbaraber ſchön in ihrer . . .

In dem Augenblick, wo David zum zweiten Mal und langſam dieſe Worte wiederholte, als wollte er ihre geheime Bedeutung enträthſeln, ſchlug es Mitternacht.

Mitternacht, ſagte Madame Baſtien ganz erſtaunt, ſchon Mitternacht?

David befürchtete unbeſcheiden zu ſein, ſtand auf, nahm das Heft und ſagte zu der jungen Frau:

Erlauben Sie mir, Madame, daß ich dieſe Zeilen mitnehme.. Was wir entziffert haben, iſt ſehr unbe⸗ ſtimmt, ſehr unvollſtändig .. gleichviel; oft iſt man auf den Weg der Wahrheit durch die unſcheinbarſte Spur ge⸗ bracht worden ich werde über dies Alles nachdenken,