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dann weiter, ohne mehr an die Gegenwart von Madame Baſtien zu denken.
Marie hatte weder ein Wort, noch eine Biegung der Stimme, noch eine Geberde verloren. Sie fühlte die Gegenwirkung der ſanften Rührung, die ſich in dem männ⸗ lichen Geſicht von David ausprägte.
Indem ſie nun erſt die Züge ihres Gaſtes, den ſie bis jetzt gleichſam ohne ihn anzuſchauen geſehen hatte, mit Ueberlegung betrachtete, fand ſie ſeine Geſichts⸗ bildung, wenn nicht ſchön, doch wenigſtens anziehend, liebreich, entſchloſſen; ſie bemerkte beſonders den ſanften, nachdenkenden, durchdringenden Ausdruck ſeiner großen braunen Augen. Marie konnte ihren Sohn von keinem ihrer Gedanken, ihrer Wahrnehmungen trennen; als ſie bemerkte, daß David reizende, vollkommen gepflegte Hände hatte, und daß er mit einer einfachen Eleganz gekleidet war, wünſchte ſie ſich doppelt Glück, daß ſie Frederik an dieſe Sorge für die eigene Perſon gewöhnt hatte, welche ſo viele Leute als kindiſch oder affectirt verachten, während ſie dieſelbe als eine Folge der natürlichen Würde und der Selbſtachtung anſah. Dieſe Betrachtungen von Marie, obgleich lang in der Schilderung, waren ſo zu ſagen augen⸗ blicklich bei ihr und wurden von ihr angeſtellt, während ſie beſtändig mit aufmerkſamem Blick die geringſten Be⸗ wegungen der Phyſiognomie ihres Gaſtes beobachtete, der angezogen durch das, was er las, plötzlich ausrief:
„Nein, nein, es iſt nicht möglich, daß derjenige, welcher dieſe Zeilen von einer, ich möchte ſagen, naiven Erhabenheit, ſo natürlich und vertraut ſcheint ſie ſeinem Geiſt zu ſein, geſchrieben hat, nicht früher oder ſpäter auf die Stimme der Vernunft und des Herzens hört . Und dieſe Zeilen, Madame, find ſie lange vor der Epoche F worden, wo Sie die erſten Veränderungen im
harakter von Frederik wahrgenommen haben?“
Madame Baſtien ſammelte ſich einen Augenblick und erwiederte ſodann: .


