Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 2. Abtheilung, Der Neid oder Frederik Bastien : 4. bis 7. Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Hände flehend gegen den Dockor aus:Gnade für meinen Sohn, es war Delirium!

Mit ſechzehn Jahren! murmelte David.

Oh! verlaſſen Sie ihn nicht, rief die junge Frau mit einem herzzereißenden Ausdruck, denn ſie befürchtete, dieſe Offenbarung könnte David bewegen, auf ſein edel⸗ müthiges Werk zu verzichten.Ach! mein Herr, je größer mein Unglück iſt, deſto verzweifelter iſt es, deſto mehr muß es Ihr Mitleid erregen. Oh! noch einmal flehe ich Sie mit gefalteten Händen an, verlaſſen Sie meinen Sohn nicht WMeine letzte Hoffnung beruht auf Ihnen! was würde aus mir? was würde aus ihm? und dann ſehen Sie, ich kann mit Sicherheit behaupten, er war nicht bei Sinnen es war Delirium, Wahnwitz!

Als das erſte Erſtaunen bei David vorüber war, blieb er einige Augenblicke nachdenkend und erwiederte dann:

Beruhigen Sie ſich, Madame, weit entfernt, meine Hingebung zu entmuthigen, werden ſie die Schwierigkeiten im Gegentheil anſpornen; aber täuſchen Sie ſich nicht, Frederik war bei voller Vernunft.früher oder ſpäter mußte die Rache die Folge ſeines Haſſes ſein.

Oh! mein Gott. mein Gott... nein, nein, ich kann nicht glauben . . .

Glauben Sie im Gegentheil, Madame. daß Fre⸗ derik mit ſeiner ganzen Vernunft gehandelt hat; dieſe Ueberzeugung darf durchaus nicht Ihre Beſorgniſſe erre⸗ gen und muß Sie im Gegentheil beruhigen.

Mich beruhigen? .

Allerdings was iſt von einem Wahnfinnigen zu erwarten? welche Mittel der Einwirkung auf ihn hat man? Keines während ein geſunder Geiſt in ſeinen heftigſten Ausbrüchen noch für den Einfluß gewiſſer Ge⸗ fühle zugänglich ſein kann ..

Ah! mein Herr ich glaube Ihnen Ach! im Unglück gibt man ſich der ſchwächſten Hoffnung hin.

Und dann hat der Haß von Frederik ſeinen Paroris⸗ mus erreicht, und wenn wir die ganze Ausdehnung des