richtigen. Es iſt übrigens bald Nacht, und ich muß nach Pont⸗Brillant zurückkehren. Auf, Muth gefaßt, meine liebe Madame Baſtien. Ich hinterlaſſe Ihnen die beſte, die ſicherſte Unterſtützung. ..“ Dann ſich an David wendend: „Guten Abend, Henri . . es wäre keine Gerechtigkeit im Himmel, wenn Deine aufopfernden Bemühungen nicht durch einen günſtigen Erfolg belohnt würden, und dieſe Gerechtigkeit muß beſtehen, damit die Mütter, wie Madame Baſtien, am Ende ſo glücklich werden, als ſie es zu ſein verdienen.“
Wieder mit David allein, vollendete Marie ihre Er⸗ zählung; als ſie aber an das Geſtändniß der Scene im Walde kam, zögerte ſie, erbleichte fie, und ihre Bangigkeit wurde ſo ſichtbar, daß David voll Theilnahme fragte:
„Mein Gott! Madame, was haben Sie? . Dieſe Erſchütterung, dieſe kaum zurückgehaltenen Thränen?“
„Oh! mein Herr, ich wäre Ihrer edlen Unterſtützung unwürdig, wenn ich Ihnen einen Theil der Wahrheit ver⸗ bergen würde, ſo gräßlich ſie auch ſein mag.“
„Was wollen Sie damit ſagen, Madame?“
„Nun, mein Herr,“ ſtammelte Madame Baſtien, die Augen niedergeſchlagen und wie vernichtet durch dieſes gräßliche Bekenntniß, „von einem Fieberanfall erfaßt .. im Delirium, was weiß ich? denn er war nicht beim Be⸗ wußtſein, ging Frederik. am Abend...“
„Am Abend?“
„In den nahen Wald . . .“
Ganz ſchauernd unterbrach ſich Madame Baſtien hier abermals.
David wiederholte:
„In den nahen Wald?“
„Ja,“ fuhr Madame Baſtien mit bebender, ſtockender Stimme fort. „ja, in den Wald, und legte ſich in Hinterhalt, um auf Herrn von Pont⸗Brillant zu ſchießen...“
„Ein Mord!“ rief David erbleichend, indem er mit einer unwillkührlichen Bewegung aufſtund, „ein Mord!“ „Gnade, mein Herr,“ ſprach Marie und ſtreckte ihre
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