Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 2. Abtheilung, Der Neid oder Frederik Bastien : 1. bis 3. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Noch heute.

Frederik wurde purpurroth, bebte, ſtand ungeſtüm auf, ſtampfte zornig mit dem Fuß und rief:

Und ich. ich will keinen Lehrer verſtehen Sie, meine Mutter?

Mein Kind, ich bitte, höre mich.

Ich ſage, ich will keinen Lehrer; ſchicken Sie ihn weg . es iſt unnöthig, ihn zu nehmen. Nehmen Sie ihn aber, ſo wird es mit dieſem gehen, wie mit dem andern. *

Madame Baſtien hatte ſich bis jetzt zärtlich, beinahe flehend gegen ihren Sohn benommen, da ſie aber ihre Nachgiebigkeit nicht in Schwäche ausarten laſſen wollte, ſo ſprach ſie mit einem zugleich liebevollen und feſten Ton:

Mein Sohn, ich habe in Deinem Intereſſe entſchie⸗ den, daß Du einen Lehrer bekommen ſollſt, und ich bin feſt überzeugt, Du wirſt meinen Willen achten.

Sie werden ſehen . . .

Willſt Du damit ſagen, Du hoffeſt, dieſen neuen Lehrer durch Deinen böſen Willen und Dein aufbrauſendes Weſen zu ermüden, zurückzuſtoßen, ſo haſt Du doppelt Unrecht einmal, weil Du mich tief betrübſt, und dann, weil Herr David . . ſo heißt er . . . nicht zu den gehört, die ſich ermüden und zurückſchrecken aſſen. Vielleicht

Nein, mein Kind, denn, weit entfernt, ihn zu ver⸗ letzen, flößen ihm die harten Worte, die Zornausbrüche ein zartes Mitleid voll Wohlwollen und Vergebung ein, wie er Dir ſchon bewieſen hat.

Mir?

Dir, mein Kind . denn Du haſt ihn beim Doetor Dufour geſehen.

Wie . . dieſer Mann . . .

Dieſer Mann . . iſt der Lehrer, den ich für Dich gewählt habe.

Er iſt es? ſagte Frederik mit einem bitteren, höh⸗