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winnen, mein lieber Pierre . .. Ich werde alſo bei Dir im Laufe des Tages, an dem Du dieſe Zeilen erhältſt, ankommen, und wir begeben uns ſodann mit einander zu Madame Baſtien.“
Es unterlag keinem Zweifel mehr, David würde in einigen Stunden eintreffen, Marie konnte es nicht mehr länger verſchieben, ihren Sohn von ihrem Vorhaben zu unterrichten.
Sie befand ſich, wie geſagt, mit ihm im Studir⸗
zimmer. Frederik, der ſeinen Verſtellungsplan verfolgte,
ſaß an einem Tiſch und beſchäftigte ſich damit, daß er aus dem Franzöſiſchen in's Engliſche überſetzte, eine Ar⸗ beit, mit deren Hülfe er die Spannung ſeines anderswo beſchäftigten Geiſtes verbergen konnte.
„Frederik,“ ſagte ſeine Mutter zu ihm, „verlaſſe einen Augenblick Deine Bücher und komm hierher zu mir, mein Kind wir haben mit einander zu ſprechen.“
Der Jüngling erhob ſich und ſetzte ſich zu ſeiner Mutter auf ein Canapé, das an der Seite des Kamins
ſtand. * Madame Baſtien nahm die Hände ihres Sohnes in die ihrigen und ſprach mit zärtlicher Beſorgniß: „Wie kalt ſind Deine Hände, mein Kind!. Siehſt Du, der Arbeitstiſch iſt zu weit vom Feuer entfernt .. Du wollteſt Dich an das Ende dieſes Zimmers ſetzen, ſtatt hier zu bleiben. . . und ſo geht es dann.“ „Wenn Du willſt, werde ich den Tiſch näher rücken, meine Mutter.“ „Ja, nachher, doch zuvor haben wir, wie geſagt, mit einander zu ſprechen.“ „Zu ſprechen? ... Worüber 2 „ „Ueber etwas ſehr Ernſtes, mein liebes Kind.“ „Ich höre Dich.“ „Die Gründe, die mich veranlaßten, einen Lehrer für Dich zu wählen, beſtehen immer noch, obgleich er uns verlaſſen hat Es gibt Kenntniſſe, die Du erlangen mußt, und die ich Dir leider nicht ertheilen kann.“


