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gelbliche Bläſſe über ſeinem Geſichte aus, ſeine Augen funkelten und ſeine Hände zogen ſich ſo krampfhaft zu⸗ ſammen, daß er einen kleinen irdenen Topf, den er hielt, zerbrach. Dann nahmen ſeine Züge wieder eine ſcheinbare Ruhe an, und er ſagte zu ſeiner Mutter, indem er zu lächeln ſuchte und auf die Trümmer des Topfes deutete: „Man muß geſtehen, ich bin ein ſehr ungeſchickter Gärtner.“
Dieſe Verſtellung, zu der Frederik bis dahin ſeine Zuflucht noch nicht genommen hatte, offenbarte einen neuen Fortſchritt und, ſo zu ſagen, eine neue Periode ſeiner trau⸗ rigen Leidenſchaft WMarie erwartete nur mit um ſo mehr Angſt die Ankunft von David.
Seit der Scene des Auflauerns im Walde hatte zwiſchen der Mutter und dem Sohn keine Erklärung, keine Anſpielung auf dieſen unſeligen Vorfall ſtattgefunden.
Wäre die junge Frau eine Mitſchuldige von Frederik geweſen, ſo konnte ſie keine gräßlichere Angſt ergriffen haben, wenn unwillkührlich ihre Gedanken bei dem Mordverſuch verweilten; ſie hatte ſogar dieſen traurig⸗ Vorfall dem Doctor Dufour, ihrem erprobteſten Freund, verheimlicht. Sie fragte ſich auch, ob ſie je den Muth haben würde, David dieſes Geſtändniß, deſſen gebieteriſche Nothwendigkeit ſie fühlte, zu machen.
Noch andere peinliche Beſorgniſſe nahmen Madame Baſtien in Anſpruch: indem ſie ſich der hochmüthigen Härte erinnerte, mit der ihr Sohn die wohlwollenden Worte von David am Tage des heiligen Hubert aufge⸗ nommen hatte, konnte ſie nicht ohne Unruhe an die wahr⸗ ſcheinlichen Schwierigkeiten des Verhältniſſes ihres Sohnes zu ſeinem neuen Lehrer, deſſen Ankunft für Frederik noch ein Geheimniß war, denken; Madame Baſtien enthielt ſich nämlich, ihren Sohn davon in Kenntniß zu ſetzen, ſo lange ſie nicht völlige Gewißheit über ſeine Ankunft hatte.
Endlich erhielt ſie ein paar Zeilen vom Doctor Dufour, nebſt folgendem Billet ſeines Freundes:
„Ich nehme die Poſt, um zwanzig Stunden zu ge⸗


