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Heilung zu gelangen, und ich biete mich an, dieſelbe zu verſuchen.
„Du varfſt Dich über meine ſcheinbare Großmuth nicht wundern, mein Freund.
„Meiner Anſicht nach verpflichten große Un⸗ glücksfälle ebenſo ſehr, als gewiſſe glückliche Ereigniſſe.
„Ich würde dem Andenken von Fernand eine fromme Ehrerbietung zu bezeigen glauben, wenn ich für Frederik das thäte, was ich für meinen Bruder zu thun hoffte; es wäre dies zugleich die heilſamſte Zerſtreuung und der ſüßeſte Troſt für meinen Kummer.
„Hierin, mein Freund, liegt das ganze Geheimniß meines Entſchluſſes, und ich bin nun feſt überzeugt, daß Du Dich nicht mehr darüber wundern wirſt . . .
„Wird mein Anerbieten angenommen, ſo werde ich meinen Auftrag gewiſſenhaft erfüllen.
„Nach dem, was ich von Madame Baſtien weiß, muß ſie, wie mir ſcheint, beſſer als irgend Jemand den Beweg⸗ grund meines Schrittes begreifen. Wenn ich es bedenke, glaube ich auch, daß Du ihr dieſen, Anfangs nur für Dich geſchriebenen, Brief mittheilen kannſt. Du wirſt endlich die Auskunft, welche Madame Baſtien über mich verlangen dürfte, vervollſtändigen; Du kennſt mein ganzes Leben... Mit einem Wort, ſage, was Du ſagen zu müſſen glaubſt, um Madame Baſtien zu beweiſen, daß ich, moraliſch be⸗ ſonders, um in allen Ehren zu ſprechen, ihres Vertrauens würdig bin.
„Antworte mir nach Nantes; es iſt unerläßlich, daß ich von heute an in acht Tagen irgend eine Ent⸗ ſcheidung habe, denn der Endymion geht am 14. dieſes Monats, wenn nicht widrige Winde eintreten, unter Segel; es handelt ſich für Madame Baſtien um einen ſehr ernſten Entſchluß. Ich habe ihr auch einen Tag der Ueberlegung mehr zu gönnen gewünſcht, und indem ich Dir von hier ſchreibe, gewinnt mein Brief beinahe vier und zwanzig Stunden.


