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Frederik; „nach Karl XII. war der Marſchall von Pont⸗ Brillant mein Lieblingsheld.“
So plaudernd hatten die drei Beſuche den Vorplatz vurchſchritten. Als Madame Baſtien Herrn Dufour ſchräge gegen rechts gehen ſah, ſtatt ſich gerade nach der Fagade des Schloſſes zu wenden, ſagte ſie:
„Aber Doctor, mir ſcheint, man muß in den inneren Hof durch dieſes monumentale Thor eintreten.“
„Gewiß, die Herren des Schloſſes treten hier ein. .. aber arme Teufel, wie wir, welche nur die Protection des
Herrn Directors der Blumenzucht haben, find ſehr glücklich, wenn ſie durch eine kleine Thüre der Ge⸗ findewohnung eintreten dürfen; es wäre ſchön anzuſchauen, wenn der Herr Portier ſich die Mühe geben ſollte, für
uns unwürdige Plebejer dieſes mit Wappen geſchmückte
Gitter zu öffnen.“
„Ich bitte Sie um Verzeihung wegen meiner dünkel⸗ haften Anmaßung,“ ſagte heiter Madame Baſtien zum Doctor, während Frederik, der von fern eine komiſche Ver⸗ beugung vor dem Gitter machte, lachend ausrief:
„Edles mit Wappen geſchmücktes Gitter, wir müſſen in Demuth anerkennen, daß Sie nicht für uns gemacht ſind.“
Berr Dufour läutete an einer Thüre des Gefinde⸗ hauſes und verlangte Herrn Dutilleul, den Director der Blumenzucht, zu ſprechen; der Doctor wurde einge⸗ führt und gab Madame Baſtien ſeinen Arm.
Um zu der Wohnung von Herrn Dutilleul zu gelan⸗ gen, mußte man durch einen Thell des Hofes der Stal⸗ kungen gehen. Etwa dreißig Reit⸗, Jagde oder Fahrpferde, welche dem jungen Marquis gehoͤrten, waren am Tage zuvor mit ſeinen Equipagen angekommen; Stallknechte in großer Anzahl gingen hin und her; die einen traten in die Ställe ein, oder kamen aus dieſen heraus, andere wuſchen mit Wappen verzierte Wagen, wieder andere dem Stahl der Gebiſſe und der Steigbügel den Glanz und die Glätte des polirten Silbers; Alles unter der


