Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 2. Abtheilung, Der Neid oder Frederik Bastien : 1. bis 3. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Colonnade mit Gewölbbogen neben dem großen Dom, wie leicht, wie luftig das iſt!

Und dort jene ſteinernen Balcons, ſprach die junge Frau.man ſollte glauben, es wären Spitzen. Und die Bildhauerarbeiten an den Fenſtern des erſten Stockes.

Ich erkläre, ſagte der Doctor mit komiſchem Ernſt, ich erkläre, wir kommen vor morgen nicht aus dem Schloß heraus, wenn wir ſo viel Zeit mit Bewunderung der Mauern verlieren.

Herr Dufour hat Recht, fügte Marie bei, indem den Arm ihres Sohnes nahm,komm, laß uns gehen.

Und die Gebäude, welche das Ausſehen eines zweiten,

durch kreisförmige Flügel mit dem erſten verbundenen

Schloſſes haben? fragte der Jüngling den Arzt,was iſt das, Herr Dufour?

Es ſind die Stallungen und die Geſindewohnungen, mein Junge.

Stallungen? verſetzte Madame Baſtien; Sie täu⸗ ſchen ſich, mein lieber Doctor.

Wie? Sie haben nicht mehr Vertrauen zu Ihrem Cicerone! rief der Doctor,erfahren Sie, Madame, daß ich mich nicht täuſche. Es ſind ſo ſehr Stallungen, daß der Marſchall von Pont⸗Brillant, der Urgroßvater oder Ururgroßvater des gegenwärtigen jungen Marquis, als er das Schloß bewohnte, ein Regiment Cavalerie kommen ließ, das er ganz auf ſeine Koſten mit Mann und Roß in die Geſindewohnungen und Ställe des Schloſſes ein⸗ quartierte, Alles, um ſich das Vergnügen zu machen, jeden Morgen vor ſeinem Frühſtück dieſe Cavalerie auf dem Vorplatz, den Sie hier ſehen, manveuviren zu laſſen; es ſcheint, dies ſchärfte dem würdigen Herrn den Appetit.

Das war eine Phantaſie würdig eines großen Feld⸗

herrn, wie er geweſen, ſagte Marie,denn Du erinnerſt

Dich, Frederik, mit welchem Intereſſe wir dieſen Winter ſeine Feldzüge in Italien laſen. Ob ich mich erinnere? Ich glaube wohl, rief