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Doctor wendend: „Ich ſehe Sie, ehe Sie weggehen, nicht wahr, mein guter Herr Dufour?“
Und mit zwei Sprüngen war Frederik bei der alten Magd und dem Kind, mit denen er in das Haus hineinging.
„Wohin geht er?“ fragte vertraulich der Arzt die junge Frau.
„Er gibt ſeine Lection,“ antwortete Marie lächelnd. „Haben Sie ſeinen Schüler nicht geſehen?“
„Welchen Schüler?“
„Das Kind, das dort ſtand, iſt der Sohn eines Tag⸗ löhners, der zu fern von Pont⸗Brillant wohnt, um ſeinen Knaben in die Schule ſchicken zu können; Frederik gibt ihm täglich zwei Lectionen im Leſen, und ich verſichere Sie, Doctor, daß ich ebenſo gut mit dem Lehrer, als mit dem Schüler zufrieden bin; denn wenn Frederik mit großem Eifer, mit Sanftmuth und ſeltenem Verſtand zu Werke geht, ſo entſpricht ſein Schüler ſeinen Bemühungen auf eine ausgezeichnete Weiſe.“
„Das iſt reizend.“
„Was wollen Sie?“ fuhr Madame Baſtien mit einem Lächeln ſanfter Reſignation fort, „in Ermangelung anderer Almoſen reichen wir wenigſtens dieſe . . . Denn Sie wiſſen, mit welcher ſtrengen Sparſamkeit wir in dem, was das Geld betrifft, behandelt werden .. Aber,“ fügte Marie mit einem Lächeln voll unausſprechlicher Güte bei, „wie könnte ich mich beklagen? In Folge dieſer Spar⸗ ſamkeit iſt Frederik darauf bedacht, alle Arten von Mitteln zu finden, und er findet ſie auch, und von dieſen Mitteln
ſind einige, das verſichere ich Sie, äußerſt rührend . Wenn ich mich nicht zu ſtolz zu zeigen befürchtete, würde ich Ihnen Eines erzählen, was in der letzten Woche vor⸗ gefallen iſt.“ „Ah! meine liebe Madame Baſtien.. wollen Sie falſche mütterliche Beſcheidenheit gegen mich treiben?“ „Nein . das werde ich nicht thun ... Hören Sie mich alſo, mein lieber Doctor. Am vergangenen Don⸗


