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weiß Ihnen doppelt Dank, daß Sie uns wenigſtens einige Augenblicke goͤnnen.“
„Und ich machte mir ein Feſt aus dieſem Abend,“ verſetzte der Doctor, „er vervollſtändigte ſo gut meinen Tag, denn ich hatte dieſen Morgen ſchon eine große Freude.“
„Es iſt Ihnen etwas Glückliches widerfahren, mein lieber Doctor: ah! deſto beſſer.“
„Ja,“ antwortete Dufour bewegt, „ich war unruhig über meinen beſten Freund, einen nnerſchrockenen Reiſenden, der eine gefahrvolle Wanderung durch die am mindeſten bekannten Theile von Südamerika unternommen hat. Seit acht Monaten ohne Nachricht von ihm, fing ich an beſorgt zu werden, als ich dieſen Morgen einen Brief von London erhielt, der aus Lima kam. Um das Maaß meiner Freude voll zu machen, verſpricht er mir, einige Zeit bei mir zuzubringen .. Urtheilen Sie, ob ich glücklich bin, meine liebe Madame Baſtien er iſt ein Bruder für mich . . ein goldenes Herz, und dabei einer der intereſ⸗ ſanteſten und wunderbarſt begabten Menſchen, die ich kennen gelernt habe und ich ſoll ihn nun einige Zeit für mich ganz allein haben Sagen Sie, welche Ergüſſe, welche Plaudereien! . .. In meiner Glücksgefräßigkeit ſprach ich auch zu mir: Ich werde unerſättlich ſein, um die Süßig⸗ keit meiner Freude zu verdoppeln, werde ich ſie zu Ma⸗ dame Baſtien tragen und mit ihr zu Mittag ſpeiſen; ich werde dort einige köſtliche Stunden zubringen und ihr einen Vorſchlag machen, ver ihr, ſo wie dem lieben Frederik vielleicht angenehm iſt; ich hoffe, das war ein vollſtändiger Tag, ein wahrer Sybaritentag.“
Der Doctor wurde in dieſem Augenblick durch eine alte Magd unterbrochen, welche ein ſehr armſelig geklei⸗ detes Kind von ſieben bis acht Jahren an der Hand hielt und von der Thürſchwelle aus dem Jüngling zurief:
„Herr Frederik. . es iſt ſechs Uhr.“ „Ich komme ſogleich wieder, Mutter,“ ſagte er, die junge Frau auf die Stirne küſſend; dann ſich an den


