Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 2. Abtheilung, Der Neid oder Frederik Bastien : 1. bis 3. Bändchen (1847) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Ausgezankt! ich!

Gewiß. Sie haben uns nun mehr als vierzehn lange Tage nicht mehr beſucht.

Pfui! entgegnete heiter Herr Dufvur,pfui! ... ſeht einmal dieſe Selbſtfüchtigen, mit ſo blühenden Ge⸗ ſundheiten, wie dieſe hier, wagen Sie es, Beſuche von einem Arzt zu verlangen.

Pfui! erwiederte Madame Baſtien, dem Doctor nicht minder heiter,pfui! der Hochmüthige verachtet die Dankbarkeit derjenigen, welche er gerettet hat, ſo ſehr, daß er ſie des Vergnügens beraubt, ihm ſehr oft ſagen zu können:

Unſern Dank, Retter, unſern Dank. 4

Oh! wie ſehr hat meine Mutter Recht, Herr Du⸗ four, fügte Frederik bei;Sie glauben, weil Sie mir das Leben wiedergegeben haben, ſei Alles zwiſchen uns vorbei, nicht wahr? Sie ſind undankbar!

Die Mutter und der Sohn erklären mir den Krieg, dagegen habe ich keine Macht, und ich nehme meinen Rück⸗ zug, antwortete der Doctor und machte wirklich zwei Schritte rückwärts.

Ah! rief Madame Baſtien,wir werden unſere Vortheile nicht mißbrauchen, doch nur unter einer Bedin⸗ gung. Doctor, unter der, daß Sie mit uns zu Mittag ſpeiſen. Ich war wirklich in dieſer vortrefflichen Abſicht von Hauſe weggegangen, antwortete der Doctor diesmal ernſt, doch ich hatte kaum die letzten Häuſer von Pont⸗Brillant erreicht, als ich durch eine arme Frau aufgehalten wurde, die mich bat, ſchleunigſt ihren Mann zu beſuchen .. Ich ging dahin und gab meine erſten Verordnungen, leider aber iſt dies eine ſo bedeutende Krankheit, eine Krankheit, die einen ſo raſchen Verlauf nimmt, vaß ich nicht ruhig wäre, wenn ich meinen Kranken nicht dieſen Abend vor ſieben Uhr noch einmal beſuchen würde.

Gegen ſolche Gründe gibt es keine Einwendung, mein lieber Doctor, ſagte Madame Baſtien,und ich