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ſchon er von einer mehr männlichen, ausgeſprochenen Schoͤnheit war; ſeine Geſichtshaut war mehr braun, ſeine Haare, waren dunkler, als die der jungen Frau, und ſeine pechſchwarzen Brauen verliehen einen Reiz mehr ſeinen großen, ſanft blauen Augen, denn Frederik hatte die Augen und den Blick ſeiner Mutter, wie er auch ihr feines Lächeln, ihre griechiſche Naſe, ihre Perlzähne und ihre friſchrothen Lippen hatte, welche bei ihm der Flaum der Mannbarkeit ſchon leicht beſchattete.
In der ganzen kräftigenden Freiheit eines ländlichen Lebens erzogen, ſtrahlte Frederik, deſſen zierlicher und zu⸗ gleich ſtarker Wuchs den ſeiner Mutter überragte, von Geſundheit, Jugend und Anmuth; man konnte keine ver⸗ ſtändigere und entſchloſſenere, liebevollere und freundlichere Geſichtsbildung finden. Es ließ leicht ſehen, daß die mütterliche Eitelkeit bei der Toilette des Jünglings vorge⸗ waltet hatte, obgleich ſein Anzug hoͤchſt einfach war; eine hübſche Halsbinde von kirſchrothem Atlaß, auf welche ein feiner Hemdkragen niedergeſchlagen, ſtand vollkommen im Einklang mit dem friſchen, braunen Teint des Jüng⸗ lings, während die blendende Weiße ſeiner Weſte von Baſin von dem Blaßgelb ſeiner Nankinjacke mit den großen Perlmutterknöpfen abſtach; ſeine Hände endlich, ſtatt den abſcheulichen Händen eines Collegſchülers, mit den zerfreſſenen Nägeln, mit der ſchruntigen Haut und den Tintenflecken, zu gleichen, waken nicht minder ſorgfältig gepflegt, als die der jungen Frau, und auch wie die ihri⸗ gen durch roſige, glänzende Nägel von einem vollkomme⸗ nen Oval verſchönert.
(Die Mütter, welche Söhne von ſechszehn Jahren im Colleg haben, werden das Kindiſche dieſer Einzelnheiten begreifen und entſchuldigen). 4
Frederik und ſeine Mutter ſaßen, wie geſagt, einander gegenüber an einem Tiſch und arbeiteten beharrlich (oder
ieimehr ſchanzten tüchtig, wie man im Colleg ſagt). Jdes hatte zu ſeiner Linken einen Band vom Vicgrof


