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und umrahmten das vpllkommene Eirund ihres Geſichtes deſſen durchſichtige Weiße ſich mit einem zarten Karmin gegen die Mitte der Wangen färbte; ihre großen Augen vom zarteſten, lachendſten Azur befranſten ſich mit langen Wimpern, braun wie ihre feingebogenen Brauen, braun wie die Milchhaare, die ſich am Anfang ihres Halſes kräuſelten und eine Natur voll Leben und Saft verkündig⸗ ten; die feuchte Koralle der Lippen, der glänzende Schmelz der Zähne, die feſte Rundung ihrer reizenden, wie die eines Mädchens, leicht roſigen Arme vervollſtändigten dieſe Symptome eines reinen, reichen, jungfräulichen Blutes, ſo bewahrt durch die Regelmäßigkeit eines einſamen, keu⸗ ſchen und gleichſam klöſterlichen Lebens, eines Lebens, zu⸗ ſammengedrängt in eine einzige Leidenſchaft . . . die müt⸗ terliche Liebe.
Die Phyſiognomie von Marie Baſtien bot einen dop⸗ pelten Charakter, denn wenn der Winkel ihrer Stirne, der Schnitt ihrer Augenbrauen eine ungewöhnliche Energie und Beharrlichkeit des Willens, verbunden mit ſeltenem Verſtand, offenbarten, ſo zeugte doch der Ausdruck ihres Blickes von einer unausſprechlichen Gutmüthigkeit, ſo war voch ihr Lächeln voll Sanftheit und Heiterkeit „ voll Heiterkeit, wie dies zwei rofige Grübchen, ausgehöhlt durch häufiges, treuherziges Lachen, in geringer Entfernung von den weichen Winkeln ihres Mundes bewieſen. Die junge Mutter kam in der That an Scherzhaftigkeit ihrem Sohn wenigſtens gleich; wenn die Stunde der Erholung ſchlug, war auch häufig das tollſte, vas kindiſchſte, das ſtürmiſchſte von Beiden nicht der Jüngling.
Beide fühlten ſich ſo glücklich. .. ſo glücklich in dieſem einſamen Winkelchen der Erde, das ſie nie verlaſ⸗ ſen und wo ihr Leben bis jetzt im Austauſch der bezauberndſten, zärtlichſten Gefühle hingegangen war. Wenn man ſie ſo am Arbeitstiſch ſitzen ſah, hätte man die Mutter und den Sohn für den Bruder und die Schweſter gehalten. Frederik Baſtien glich ungemein ſeiner Mutter, ob⸗
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